FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Angesichts steigender Kapitalkosten und strengerer Kreditbedingungen in Europa gewinnt das Sale-and-Leaseback-Modell (S&LB) zunehmend an Bedeutung. Unternehmen nutzen diese Strategie, um Kapital freizusetzen und gleichzeitig die Kontrolle über ihre Immobilien zu behalten. Besonders im Logistiksektor bietet S&LB eine attraktive Möglichkeit, finanzielle Flexibilität zu erlangen.

In einem wirtschaftlichen Umfeld, das von steigenden Zinssätzen und restriktiveren Kreditbedingungen geprägt ist, hat sich das Sale-and-Leaseback-Modell (S&LB) als wertvolle Strategie für Unternehmen in Europa etabliert. Diese Methode ermöglicht es Unternehmen, Kapital aus ihren Immobilien zu generieren, ohne die operative Kontrolle zu verlieren. Tobias Schultheiß, Gründer der Blackbird Real Estate GmbH, betont, dass S&LB längst kein Nischenprodukt mehr ist, sondern eine bewusste Unternehmensstrategie zur Bilanzstärkung und Optimierung der Kapitalkosten darstellt.
Die Immobilienbranche in Europa bietet ein fruchtbares Umfeld für S&LB-Transaktionen. Institutionelle Investoren und opportunistische Fonds sind auf der Suche nach hochwertigen Objekten mit stabilen Cashflows und solventen Mietern. Für Eigennutzer ist der Grund klar: Der Kapitalmarkt bietet derzeit nur begrenzte Refinanzierungsmöglichkeiten, während die Nachfrage nach modernen Distributionszentren trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten robust bleibt.
Durch S&LB können Unternehmen illiquides Immobilieneigentum in sofort verfügbares Kapital umwandeln und dennoch langfristig vor Ort bleiben. Dies setzt erhebliches Eigenkapital frei, das in Wachstum, Innovation oder Schuldenabbau investiert werden kann. Besonders im Logistiksektor, wo Skaleneffekte und Automatisierung entscheidend sind, bietet diese Flexibilität einen unschätzbaren Wettbewerbsvorteil.
Für Investoren bieten S&LB-Transaktionen in einem unsicheren makroökonomischen Umfeld stabile Einkommensströme. Während andere Anlageklassen volatil sind, gelten Logistikimmobilien, angetrieben durch E-Commerce und strukturelle Veränderungen der Lieferketten, als defensive Investments. Auch Light-Industrial- und Produktionsimmobilien sind gefragte Objekte für Sale-and-Leaseback-Transaktionen.
Der Mittelstand in Deutschland öffnet sich zunehmend dieser Option. Für mittelständische Logistik- und Produktionsunternehmen ist die Fähigkeit, Kapital freizusetzen und am Standort zu bleiben, eine elegante Möglichkeit, Finanzierungsrisiken zu hedgen und die betriebliche Agilität zu bewahren. Richtig umgesetzt, stellt dies eine Win-win-Situation für beide Seiten der Transaktion dar.

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