BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Sechs Bundesländer wollen im Schulbetrieb stärker auf eine gemeinsame Open-Source-Bildungsplattform setzen. Die Initiative basiert auf Nextcloud und wird als Ionos Nextcloud Workspace bereitgestellt. Damit soll die Abhängigkeit von US-Anbietern wie Microsoft und Google sinken. Die Vereinbarung läuft vier Jahre und bündelt die Nachfrage über einen Rahmenvertrag, der auch die Hosting-Verantwortung konkret verteilt.

Im deutschen Schulwesen rückt das Thema digitale Souveränität spürbar näher an die tägliche IT-Betriebsrealität. Sechs Bundesländer haben dafür einen Rahmenvertrag über eine gemeinsame Open-Source-Bildungsplattform geschlossen und nennen als technische Basis Nextcloud. Im Kern geht es darum, schulische Kommunikations- und Kollaborationsprozesse künftig nicht mehr als Massenbetrieb auf US-Plattformen zu stützen, sondern auf eine Lösung, die sich näher an europäische Anforderungen und Kontrollmöglichkeiten anbinden lässt. Angestoßen wurde die Vereinbarung auf dem Digital-Gipfel der Bundesregierung in Berlin, der vom 2. bis 3. November 2026 stattfand.
Technisch steht dabei nicht nur ein „Dateispeicher“ im Mittelpunkt, sondern ein zusammenhängendes Funktionspaket für den Schulalltag. Das für den Betrieb vorgesehene Softwarepaket trägt den Namen Ionos Nextcloud Workspace und positioniert sich als direkte Alternative zu Suiten wie Microsoft 365 und Google Workspace. Der angegebene Funktionsumfang deckt neben dem Dateiaustausch auch Videokonferenzen, Messenger- und E-Mail-Kommunikation sowie Kalenderfunktionen ab. Zusätzlich sollen integrierte Office-Programme den Übergang zwischen Unterrichtsvorbereitung, Klassen-Kommunikation und Dokumentenbearbeitung ohne Bruch in der Nutzerführung ermöglichen.
Entscheidend für die praktische Umsetzung ist die klare Aufgabenverteilung zwischen Software- und Infrastrukturverantwortlichen. Die zugrundeliegende Software wird durch Nextcloud bereitgestellt, während Ionos die technische Infrastruktur und das Hosting der Plattform übernimmt. Damit entsteht ein Modell, bei dem die Kernkomponenten aus einer Open-Source-nahen Basis kommen, das Betriebsumfeld jedoch über einen Cloud-Anbieter abgesichert wird, der die Skalierung und den laufenden Betrieb in einem zentral gehosteten Setup organisiert. Über die gesamte vierjährige Vereinbarung erhalten Schulen in den beteiligten Ländern Zugang zu dieser zentralen Kollaborationsumgebung.
Bei der Beschaffung wird zudem versucht, Verwaltungsaufwand zu reduzieren und Rechtssicherheit durch Bündelung zu erhöhen. Die Plattform wird über die Genossenschaft govdigital eG abgewickelt; laut den genannten Angaben soll dadurch für die Länder keine erneute Ausschreibung nötig sein. Das Preismodell ist in fünf Pläne gegliedert, die sich an der Anzahl aktiver Nutzer orientieren. Die Staffelung reicht dabei von maximal 50.000 Nutzern bis hin zu über 500.000 Nutzern, während als oberer Vertragswert ein Betrag von 67,5 Mio. Euro genannt wird. Solche Nutzerstaffeln sind in Bildungskontexten besonders relevant, weil sich in Schuljahren Lastspitzen etwa durch Projektphasen, Prüfungsorganisation und Einsatz von Videokonferenzsystemen ergeben können.
Datenschutzrechtliche Bedenken gelten als zentraler Treiber der Entscheidung. Hamburg verfolgt mit dem Schritt insbesondere das Ziel, Daten von Schülerinnen und Schülern wieder vollständig in Deutschland zu speichern. In der Darstellung wird außerdem darauf verwiesen, dass schulische Datenströme zuvor über Server in den USA liefen und damit potenziell rechtliche Zugriffsmöglichkeiten durch US-Behörden bestanden. Für IT-Leitungen in Schulen bedeutet das: Es geht nicht allein um die Wahl einer Oberfläche, sondern um die Frage, wo Daten entstehen, wie sie verarbeitet werden, wie Backups gehandhabt werden und welche technischen sowie organisatorischen Maßnahmen den Betrieb in einem datenschutzkonformen Rahmen stützen.
Die Länderlandschaft zeigt dabei, wie unterschiedlich der Startpunkt sein kann. Neben Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz soll der Ausbau gemeinsam vorangetrieben werden; Schleswig-Holstein nutzt hingegen die Software von Nextcloud bereits seit einigen Jahren im schulischen Bereich. Aus Branchensicht spricht genau das für einen realistischen Migrationspfad: Dort, wo bereits Erfahrungen mit Nextcloud in Schulen existieren, können Standardprozesse wie Benutzerverwaltung, Rechtekonzepte und datenschutznahe Konfigurationen schneller stabilisiert werden. Gleichzeitig bleibt die Reichweite der Umstellung offen: Für Hamburg wird im Text beschrieben, dass zunächst der Schulbetrieb umgestellt werden soll, während unklar ist, ob auch weitere Bereiche der Verwaltung dem Vorgehen folgen.
Für die Markt- und Architekturperspektive ist diese Entscheidung auch deshalb interessant, weil sie den Wettbewerb um „Education Collaboration“ neu justiert. Wenn Open-Source-Bausteine wie Nextcloud im Zusammenspiel mit einem Cloud-Hoster und über Rahmenverträge in den Regelbetrieb wandern, sinkt die Hemmschwelle, in Ausschreibungen nicht nur nach Funktionsumfang, sondern auch nach Datenstandort- und Kontrollaspekten zu gewichten. Für Schulen und die beteiligten IT-Dienstleister entsteht damit ein klarer Referenzfall, der zeigt, wie sich digitale Souveränität in ein konkretes Betriebsmodell übersetzen lässt – inklusive Rollenverteilung, Nutzerstaffeln und zentraler Bereitstellung über einen definierten Vertragszeitraum.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Schul-Cloud mit Nextcloud: Sechs Länder setzen auf Open-Source" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Schul-Cloud mit Nextcloud: Sechs Länder setzen auf Open-Source" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Schul-Cloud mit Nextcloud: Sechs Länder setzen auf Open-Source« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!