SINGAPUR / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Herausforderungen des schwächelnden Chipmarkts sind für Siltronic derzeit allgegenwärtig. Trotz stagnierender Umsätze und einer verzögerten Markterholung bleibt das Unternehmen optimistisch und setzt auf langfristige Wachstumsstrategien.
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Siltronic, ein bedeutender Akteur im Bereich der Halbleiterproduktion, sieht sich derzeit mit einem schwachen Chipmarkt konfrontiert. Die Nachfrage, insbesondere aus der Automobilbranche, ist rückläufig, was zu stagnierenden Umsätzen führt. Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Unternehmen optimistisch und hält an seinen langfristigen Wachstumsplänen fest. Eine neue Fertigungsanlage in Singapur, die Anfang 2024 in Betrieb genommen wurde, soll dabei helfen, die Produktionskapazitäten zu erweitern.
Die Markterholung, die ursprünglich für 2024 erwartet wurde, bleibt aus, und die Aussichten für 2025 sind ebenfalls wenig optimistisch. Der MDax-Konzern, an dem Wacker Chemie beteiligt ist, kämpft mit hohen Lagerbeständen bei seinen Kunden. Diese Situation hat bereits zu einem deutlichen Kursrückgang der Aktie geführt. Dennoch zeigt sich die Unternehmensleitung zuversichtlich, dass langfristige Trends wie Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Elektromobilität das Wachstum fördern werden.
Siltronic plant, den Umsatz bis 2028 auf über 2,2 Milliarden Euro zu steigern, auch wenn dieses Ziel möglicherweise später als geplant erreicht wird. Die neue Anlage in Singapur spielt eine zentrale Rolle in diesen Plänen. Sie wird schrittweise hochgefahren und soll die Produktionskapazitäten erheblich erweitern. Trotz der trüben Aussichten für 2024, in dem ein stagnierender Umsatz erwartet wird, bleibt das Unternehmen optimistisch.
Die Entscheidung, die Waferproduktion für kleinere Durchmesser in Burghausen einzustellen, hat ebenfalls Auswirkungen auf die Umsatzprognosen. Unternehmenschef Michael Heckmeier erwartet, dass die durch KI getriebene Marktdynamik erst verzögert sichtbar wird. Das erste Halbjahr 2025 könnte schwächer verlaufen als das zweite Halbjahr 2024. Im vergangenen Jahr musste Siltronic bereits einen Umsatzrückgang von 7 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro hinnehmen.
Die Siltronic-Aktie hat seit Ende 2016 einen Tiefststand erreicht, was einem Rückgang von etwa 70 Prozent seit Ende 2021 entspricht. Diese Talfahrt setzte ein, nachdem die Übernahme durch Globalwafers wegen einer fehlenden Genehmigung nicht zustande kam. Analysten sehen in den jüngsten Kurseinbrüchen bereits weitgehend eine Einpreisung der zögerlichen Marktentwicklung. Dennoch bleiben die Absatzpreise unter den aktuellen Bedingungen stabil.
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