LONDON (IT BOLTWISE) – Škoda bringt mit dem Peaq ein großes Elektro-SUV auf die Straße: knapp 4,90 Meter Länge, Platz für bis zu sieben Personen und ein Kofferraumvolumen von 935 Litern im Fünfsitzer. In der stärkeren Peaq-Variante liefert ein 86-kWh-Akku bis zu 642 Kilometer Reichweite. Beim Laden nennt der Hersteller bis zu 199 kW Leistung, von 10 auf 80 Prozent in 28 Minuten. Im Test fällt vor allem die leichte, komfortorientierte Fahrcharakteristik samt adaptiven Dämpfern auf.

Der Škoda Peaq setzt bei seiner ersten Ausfahrt vor allem auf ein Versprechen, das man bei großen E-SUVs selten komplett gleichzeitig bekommt: viel Innenraum, spürbarer Fahrkomfort und Reichweite auf Basis eines zeitgemäßen Akku-Setups. Mit fast 4,90 Metern Länge und bis zu sieben Sitzen zielt das Modell auf Kunden, die im Familienalltag nicht zwischen „Platz“ und „Elektro-Fahrgefühl“ entscheiden wollen. Gleichzeitig nennt der Peaq als Fünfsitzer-Variante ein Kofferraumvolumen von 935 Litern, was für den praktischen Einsatz ein deutliches Signal ist. Selbst der Einstieg bleibt dabei nicht im luftleeren Raum: Der Peaq Selection 60 kostet dem Text zufolge 49.900 Euro, und bereits hier sind 204 PS sowie ein 59-kWh-Akku als Basis vorgesehen.
Technisch wird die Modellstrategie über zwei Akku- und Leistungsstufen greifbar, die den Peaq auch im Alltag klar positionieren. Der stärkere Peaq 90 arbeitet mit einem 86-kWh-Akku, der als bislang größter Akku in einem elektrischen Škoda hervorgehoben wird. Dazu kommen 286 PS und Heckantrieb; die Reichweite wird mit bis zu 642 Kilometern beziffert. Für die Fahrdynamik nennt der Text Tempo 100 in 7,1 Sekunden sowie eine maximale Geschwindigkeit von 180 km/h. Gerade diese Kombination ist interessant, weil sie zeigt, dass Škoda den Peaq nicht als reine Langstrecken-Tourenmaschine verkauft, sondern als Cruiser mit ausreichend Reserven, ohne auf die maximale Sportlichkeit der E-Mobilität zu setzen.
Beim Thema Ladefähigkeit geht es nicht nur um Buzzwords, sondern um konkrete Zeiten und Ladeleistung. Der Peaq kann dem Bericht zufolge mit bis zu 199 kW geladen werden. Die entscheidende Hausnummer für die Planbarkeit im Alltag lautet: Von 10 auf 80 Prozent dauert es 28 Minuten. Solche Werte sind für Langstrecken-Nutzer besonders relevant, weil sie die Lücke zwischen „Ladezeit“ und „Essenspause“ im realen Tagesablauf schließen sollen. Dazu passt auch die Frage, wie der Peaq die Energie im Fahrbetrieb managt: Im B-Modus verzögert das Fahrzeug beim Loslassen des Gaspedals kräftig und nutzt dabei Rekuperation als aktiven Bestandteil des Fahrgefühls.
Spannend wird es jedoch im Zusammenspiel von Komfort-Setup und Fahrerassistenz. Laut Beschreibung unterstützt der Travel Assist 3.0 dabei die Geschwindigkeitsführung: Das System soll vor Tempolimits, Kreuzungen, Kurven oder Kreisverkehren per Rekuperation die Geschwindigkeit anpassen. Das spart laut Text Energie, kann aber gleichzeitig eine neue Art von „Unruhe“ in die Fahrt bringen, wenn das System sehr häufig eingreift. Für Fahrer, die dann weniger Eingriffe spüren wollen, nennt der Text einen praktischen Hebel: Über die Lenkradwippen lässt sich die Rekuperation reduzieren. Diese Detailtiefe ist auch für Unternehmen relevant, die Elektroflotten planen, weil sie zeigen, dass sich Energiemanagement und Komfort nicht automatisch gegenseitig ausschließen müssen – aber eben parametrierbar sind.
Fahrdynamisch ordnet der Bericht den Peaq als überraschend leichtfällig ein, obwohl er physisch als großes Fahrzeug auftritt. Auf kurvigen Alpenpässen sollen vor allem die direkte Lenkung und geringe Wankbewegungen auffallen. Noch stärker wird der Komfort betont: Adaptive Dämpfer sorgen dafür, dass der Peaq „gelassen“ dahin gleitet. Damit positioniert Škoda den Peaq klar jenseits des Klischees, ein elektrischer Riese müsse zwangsläufig wie ein straffes Sportgerät wirken. Für viele Fahrer bedeutet das im Alltag vor allem eines: weniger Ermüdung auf längeren Strecken und ein Fahrgefühl, das eher an eine gut gedämmte Limousine erinnert als an den kantigen SUV-Charakter, den man von manchen Elektro-Neuheiten erwartet.
Zum Schluss bleibt das eine Thema, das im Text am deutlichsten als kritischer Punkt übrigbleibt: der Preis. Zwar wird für den Peaq Selection 60 ein Einstieg von 49.900 Euro genannt, und für den Peaq 90 startet das Modell bei „ab 57.900 Euro“. Wer das Maximum ausreizen will, muss in diesem Segment allerdings tiefer in die Tasche greifen – ein klassischer Zielkonflikt bei elektrischen Großfahrzeugen, bei dem Akku- und Antriebsdimensionierung direkt auf die Kalkulation durchschlagen. Für die Marktbetrachtung ist das dennoch ein Signal: Škoda versucht, den Schritt zu einem großen Elektrofahrzeug nicht nur über Technik, sondern über ein konsistentes Gesamtbild zu verkaufen – Platz, Reichweite und Komfort greifen ineinander, während Preis und Assistenz-Feintuning die einzigen Stellschrauben bleiben, an denen sich Käufer intensiver entscheiden müssen.
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