MONTREAL (IT BOLTWISE) – Durch die Verkleinerung von Satelliten will Swarm Internetverbindungen über den Weltraum erheblich kostengünstiger machen als bisher. In zwei Jahren will das Weltraum-Start-up ein komplettes Netz von Minisatelliten am Himmel haben.

Als Kind wollte Sara Spangelo eigentlich Astronautin werden. Das klappte nicht, doch als Mitgründerin und CEO des Start-ups Swarm macht die gelernte Luft- und Raumfahrt-Ingenieurin nun doch noch Weltraumkarriere. Gerade hat Spangelo 25 Mio. Dollar von mehreren Investoren erhalten, darunter Earthlink-Gründer Sky Dayton und PayPal-Mitgründer David Sacks über dessen VC-Unternehmen Craft Ventures.

Die Idee von Swarm ist es, statt großer und teurer Weltraumsatelliten für die Internet-Komunikation viel kleinere Geräte in den Weltraum zu schießen. Die Minisatelliten können keine breitbandigen Verbindungen für TV oder Websurfer bereitstellen. Aber Verbindungen geringer Bandbreite lassen sich damit realisieren. Gedacht ist zum Beispiel an Datenverbindungen im Rahmen des „Internet of Things“. Eine Kooperation gibt es mit Ford, um Notfallmeldungen von Autos zu übertragen.

Der Vorteil liegt in den massiv geringeren Kosten der Satelliten und der zugehörigen Raketen. Ein konventioneller Kommunikationssatellit ist groß wie ein Schulbus und kostet über eine Milliarde Dollar. Die „SpaceBees“ dagegen haben etwa die Größe eines Schinken-Baguettes und kosten nur ein paar Tausend Dollar. Mit Hilfe der Finanzierungsrunde will Swarm einen Schwarm von 150 Minisatelliten in den Orbit bringen.

Swarm-Gründerin Sara Spangelo mit einem ihrer Minisatelliten.
Swarm-Gründerin Sara Spangelo mit einem ihrer Minisatelliten. (Bild: Swarm)




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