MÜNCHEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Vier neue KI-News aus den vergangenen Tagen in einer schnellen Übersicht als KI-News-Espresso. US-Urteil zum Urheberrecht KI-generierter Bilder, Drogeriemarkt dm führt firmeneigenes ChatGPT ein, Gartner benennt Künstliche Intelligenz als wichtigste Technologie und KI schafft laut Studie mehr Jobs, als sie vernichtet. CRITCH® AI TECH MORNING NEWS auf Spotify!


  • News von IT Boltwise® bei LinkedIn abonnieren!
  • AI Morning Podcast bei Spotify / Amazon / Apple verfolgen!
  • Neue Meldungen bequem per eMail via Newsletter erhalten!
  • IT Boltwise® bei Facebook als Fan markieren!
  • RSS-Feed 2.0 von IT Boltwise® abonnieren!



  • US-Urteil zum Urheberrecht KI-generierter Bilder – Die wachsende Verwendung von KI-Systemen zur Erzeugung von kreativen Werken wirft die Frage auf, wer das Urheberrecht für diese Werke geltend machen kann. In den USA haben erste Gerichtsentscheidungen begonnen, Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen. Kürzlich hat ein Bundesgericht in den USA entschieden, dass Kunstwerke, die von künstlicher Intelligenz geschaffen wurden, keinen urheberrechtlichen Schutz beanspruchen können. Diese Entscheidung wurde von dem US-Magazin „Hollywood Reporter“ berichtet. Das Gericht bestätigte damit die vorherige Entscheidung einer niedrigeren Instanz, die eine Klage abgewiesen hatte. Der Fall drehte sich darum, dass die zuständigen Behörden dazu gezwungen werden sollten, ein Kunstwerk, das von KI generiert wurde, als urheberrechtlich geschützt zu registrieren.
    Die Klage wurde von Stephen Thaler, dem Leiter des KI-Entwicklers Imagination Engines, eingereicht. Das KI-System seines Unternehmens hatte ein Kunstwerk mit dem Titel „A Recent Entrance to Paradise“ geschaffen. Das US-Urheberrechtsamt lehnte den Antrag auf Registrierung mit der Begründung ab, dass der „Zusammenhang zwischen menschlichem Geist und kreativem Ausdruck“ ein entscheidender Aspekt für den Schutz sei. Thaler argumentierte hingegen, dass es sich hier um einen alltäglichen Prozess in der Medienwelt handle. In den USA werden häufig Schutzrechte für Werke registriert, die von Auftragnehmern erstellt wurden. Seiner Meinung nach sollte es keinen Unterschied machen, ob das Werk von einem „Ghostpainter“ oder einer KI erstellt wurde.
    Die Gerichte verwiesen jedoch auf den Wortlaut des US-Urheberrechts, der zwar anpassbar für neue Entwicklungen sei, aber dennoch betonte, dass der Kern des Schutzes in menschlicher Kreativität liegen müsse, auch wenn neue Werkzeuge verwendet werden. Dies sei jedoch nicht erfüllt, wenn ein selbstlernender Algorithmus ohne menschliches Zutun ein Werk erzeugt. Diese Tendenz zeigte sich auch bereits in anderen ähnlichen Urteilen. Dies könnte auch Auswirkungen auf die US-Filmindustrie haben, wo Bedenken aufkommen, dass Schauspieler und Drehbuchautoren vermehrt mit KI-Systemen konkurrieren könnten. Filmstudios könnten auch in Betracht ziehen müssen, dass ihre Rechte an Werken durch den umfangreichen Einsatz von KI eingeschränkt werden könnten.
    Drogeriemarkt dm führt firmeneigenes ChatGPT ein – Das Drogerieunternehmen dm hat innerhalb eines Monats einen KI-Chatbot namens „dmGPT“ entwickelt, basierend auf OpenAI-Technologie. Dieser Chatbot wird von allen Mitarbeitern genutzt und hebt sich durch einen wichtigen Vorteil ab – er schreibt Datenschutz groß.
    Der Technologiekonzern Samsung erlebte einen Albtraum, als Mitarbeiter KI zur Experimentation nutzten und vertrauliche Daten an den ChatGPT weitergaben, der auf fremden Servern lagert und nicht gelöscht werden kann. Dies führte bei dm zu Alarm: Angesichts der KI-Technologie von OpenAI wollten viele Mitarbeiter die Technologie ausprobieren, doch Vorfälle wie bei Samsung, bei denen interne Informationen an externe Stellen gelangten, zeigten das Risiko auf. Daher entwickelte dm in Kooperation mit Microsoft eine Lösung namens „dmGPT“, die in der Zentrale von allen Mitarbeitern im Alltag eingesetzt wird. Experten sehen dm als Vorreiter in dieser Vorgehensweise. Laut einer Umfrage von Capterra verwenden bereits 67 Prozent der Befragten täglich ChatGPT am Arbeitsplatz. Die Anwendung reicht von Textbearbeitung bis zur Datenanalyse und erstreckt sich auf verschiedene Bereiche wie Programmieren, Präsentationserstellung und Projektmanagement. Allerdings birgt die Nutzung von ChatGPT im Arbeitsalltag laut Experten auch Risiken und rechtliche Herausforderungen, einschließlich Datenschutz und Geschäftsgeheimnisgesetz. Dessen ungeachtet sieht dm die Notwendigkeit, innovative Technologien wie generative KI zu nutzen.
    Viele deutsche Unternehmen experimentieren noch mit KI-Anwendungen, aber dm ist eines der ersten, das eine umfassende Lösung implementiert hat. Das Unternehmen hat innerhalb eines Monats eine Variante von ChatGPT entwickelt, die für die sichere interne Nutzung angepasst wurde. Obwohl einige deutsche Unternehmen ähnliche Lösungen entwickeln, haben nur wenige sie bereits umgesetzt. Experten sehen generative KI als unverzichtbaren Bestandteil für Wettbewerbsfähigkeit. Dies gilt auch für Branchen wie Automobilunternehmen, die auf generative KI setzen. Der Chatbot „dmGPT“ wird kontinuierlich weiterentwickelt und für spezifische Unternehmensanwendungen angepasst.
    Die Lösung wurde schnell von Mitarbeitern übernommen und bietet ein Lernprogramm, um die Effektivität der Anwendung zu maximieren. Die Drogeriekette erkennt das Potenzial der generativen KI als Innovationswerkzeug, das die Arbeitsweise transformieren und die Qualität der Prozesse verbessern kann.
    Gartner benennt Künstliche Intelligenz als wichtigste Technologie – Die Marktforschungsfirma Gartner hebt die Bedeutung der generativen künstlichen Intelligenz als transformative Technologie hervor, die innerhalb von zwei bis fünf Jahren einen starken Einfluss auf die Mitarbeiter-Produktivität und maschinelle Kreativität haben wird.
    Die Analyse wird im „Hype Cycle for Emerging Technologies“ veröffentlicht, der Erkenntnisse aus über 2.000 Technologien und Frameworks zusammenfasst. Gartner prognostiziert, dass bis 2025 rund 10 Prozent der erzeugten Daten von KI generiert werden, im Vergleich zu aktuell einem Prozent. Etwa 30 Prozent der Unternehmen sollen bis 2025 eine KI-gestützte Entwicklungsstrategie implementiert haben, im Vergleich zu 5 Prozent im Jahr 2021. KI wird bis 2025 etwa 30 Prozent der Marketinginhalte generieren, wobei der menschliche Einfluss wichtig bleibt.
    Analysten erwarten bis 2027 den ersten Kinofilm, der zu 90 Prozent von KI erstellt wurde. Neben KI-Technologien wird auch die Developer Experience durch KI-gestütztes Software Engineering und API-zentriertes SaaS verändert. Cloud Computing wird in den nächsten zehn Jahren ein entscheidender Faktor für innovative Geschäftsideen, während Cybersicherheit verstärkt die menschliche Komponente adressiert und Trends wie KI-basiertes Vertrauens- und Risikomanagement sowie generative Cybersecurity-KI hervorbringt.
    KI schafft laut Studie mehr Jobs, als sie vernichtet – Laut einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz voraussichtlich eher Arbeitsplätze schaffen als vernichten. Die Studie betont, dass KI vor allem Veränderungen in der Jobqualität, Arbeitsintensität und Autonomie bewirken wird.
    Frauen werden stärker von KI-Einsatz betroffen sein als Männer, und Länder mit höherem Einkommen werden größere Auswirkungen erleben als Länder mit geringerem Einkommen. Die ILO-Studie zeigt, dass KI dazu neigt, Tätigkeiten zu ergänzen, anstatt sie zu ersetzen. Etwa ein Viertel der Bürotätigkeiten könnte von KI beeinflusst werden, während Führungskräfte und Techniker weniger betroffen sein dürften. Zudem gibt es signifikante Unterschiede zwischen Ländern mit höherem und niedrigerem Einkommen.
    In reicheren Ländern könnten etwa 5,5 Prozent der Arbeitsplätze durch KI beeinflusst werden, während es in ärmeren Ländern nur 0,4 Prozent sind. Frauen in Bürojobs könnten aufgrund des hohen Frauenanteils stärker von KI betroffen sein als Männer.
    US-Urteil zum Urheberrecht KI-generierter Bilder, Drogeriemarkt dm führt firmeneigenes ChatGPT ein, Gartner benennt Künstliche Intelligenz als wichtigste Technologie und KI schafft laut Studie mehr Jobs, als sie vernichtet
    US-Urteil zum Urheberrecht KI-generierter Bilder, Drogeriemarkt dm führt firmeneigenes ChatGPT ein, Gartner benennt Künstliche Intelligenz als wichtigste Technologie und KI schafft laut Studie mehr Jobs, als sie vernichtet (Foto: MJ)

    Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe einer Künstlichen Intelligenz generiert worden sein.

    Der KI-Morning-Podcast wird gesponsert von der Critch GmbH (FREITAG® Immobilien) – Ein Unternehmen der FREITAG® Beteiligungsgesellschaft mbH aus München. Regelmäßige Treffen und Expertenrunden rund um Künstliche Intelligenz und VR/AR in der Immobilienwirtschaft in unserem Münchener Bürokomplex: http://bit.ly/437IVrz



    Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de
    Stichwörter
    Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!


    {Abo}
    LinkedIn
    Facebook
    Twitter
    {Podcast}
    YouTube
    Spotify
    Apple

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert



    Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.