FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Zolldrohungen aus den USA haben den Dollar gestärkt und den Euro unter Druck gesetzt. Diese Entwicklung sorgt für Unsicherheit an den Finanzmärkten und beeinflusst die Entscheidungen von Investoren weltweit.

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ab dem 1. August pauschale Zölle von 30 Prozent auf EU-Importe zu erheben, hat die Finanzmärkte in Aufruhr versetzt. Diese Drohung hat den Dollar gestärkt, während der Euro an Wert verlor. Am Montag wurde der Euro mit 1,1680 US-Dollar gehandelt, was einen Rückgang im Vergleich zum vorherigen Freitag darstellt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1690 US-Dollar fest.
Die Zolldrohungen haben zu einer erhöhten Risikowahrnehmung unter Anlegern geführt. Experten der Dekabank betonen, dass diese Maßnahme dem Dollar Aufwind verliehen hat. Im Gegenzug plant die EU, Zölle auf US-Produkte im Wert von 72 Milliarden Euro zu erheben. Diese Eskalation im transatlantischen Handelskonflikt könnte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im September verringern, da die damit verbundene Unsicherheit die Inflation beeinflussen könnte.
Commerzbank-Expertin Thu Lan Nguyen äußerte sich skeptisch hinsichtlich einer baldigen Klarheit bei den US-Zöllen. Sie warnt davor, dass die aktuelle Marktsituation die Investitionsentscheidungen der US-Unternehmen negativ beeinflussen könnte. Die Unsicherheiten, die von den US-Zöllen ausgehen, könnten die jüngste Dollarstärke in einem kritischen Licht erscheinen lassen.
Investoren richten zudem ihr Augenmerk auf die neuesten Inflationszahlen aus den USA, die für Dienstag erwartet werden. Aufgrund der US-Zollpolitik wird am Markt mit einem Anstieg der Juni-Inflation gerechnet, was gegen sinkende Zinssätze in den USA spricht und den Dollar weiter unterstützt. Während der Inflationsbericht im Mai noch keinen Anstieg verzeichnete, könnte sich dies laut Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ändern.
Die EZB setzte die Referenzkurse für einen Euro im Vergleich zu weiteren wichtigen Währungen ebenfalls fest: Er betrug 0,86670 britische Pfund, 172,27 japanische Yen und 0,9307 Schweizer Franken. Der Preis für eine Feinunze Gold in London lag bei 3.347 Dollar, was einem Rückgang von 7 Dollar gegenüber dem Vortag entspricht.

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