LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Studie verknüpft die Wirkung von DMT direkt mit messbaren Änderungen in der Hirndynamik. Anhand von EEG-Daten und einer Analyse der „criticality“ zeigt sich, dass die Aktivität in mehreren Frequenzbändern von einem nahen Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos wegdriftet. Je stärker diese Abweichung ausfällt, desto intensiver berichten die Probanden eine Auflösung ihres üblichen Selbst- oder Ego-Gefühls. Die Ergebnisse liefern damit einen biologischen Marker, der in Zukunft auch für Zustände wie tiefe Meditation oder Narkose vergleichbar gemacht werden könnte.

DMT verschiebt Hirndynamik: EEG zeigt weniger „kritische“ Struktur bei Ego-Auflösung
DMT verschiebt Hirndynamik: EEG zeigt weniger „kritische“ Struktur bei Ego-Auflösung (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Die Debatte über Bewusstsein und Ich-Gefühl bekommt mit einer neuen Veröffentlichung aus der Neurowissenschaft eine zusätzliche Messgröße. Im Zentrum steht nicht nur, dass DMT (Dimethyltryptamin) subjektiv stark veränderte Wahrnehmung auslöst, sondern dass sich die zugrunde liegende Netzwerkdynamik des Gehirns in Zahlen fassen lässt. Laut der Studie, die in The Journal of Neuroscience erschienen ist, bewegt sich das Gehirn unter DMT weg von einem normalerweise „kritischen“ Zustand hin zu stärker zufallsartigen, weniger strukturierten Mustern. Genau diese Verschiebung soll mit der typischen Erfahrung korrelieren, bei der die gewohnte Trennung zwischen innen (Selbstbild) und außen (Umwelt) zeitweise zerfällt.

Technisch führt die Arbeit ein Konzept aus der Physik in die Interpretation der Hirnaktivität ein: „Criticality“. Ein System in der Nähe der kritischen Schwelle liegt dort, wo es nicht vollständig geordnet ist und ebenso wenig völlig chaotisch. Das Gehirn befindet sich im Wachzustand nach dieser Logik typischerweise nahe an einem solchen Punkt, weil sich Netzwerke dann effizient über kurze und lange Distanzen hinweg koordinieren können. Die Studie stellt dafür als Messkern „long-range temporal correlations“ in den Vordergrund: Dabei bleiben elektrische Aktivitätsmuster nicht nur lokal, sondern beeinflussen zukünftige Zustände über längere Zeiträume. Für die Praxis bedeutet das: Man sieht nicht einfach nur, dass EEG-Signale lauter oder leiser werden, sondern dass sich die zeitliche Struktur der Aktivität systematisch verändert.

Um diese Abhängigkeiten zu quantifizieren, kombinierten die Forschenden Datensätze aus zwei getrennten Experimenten mit insgesamt 27 gesunden Erwachsenen. Die Teilnehmenden erhielten jeweils an zwei verschiedenen Tagen eine intravenöse Dosis DMT und alternativ eine Placebo-Infusion mit Kochsalzlösung. Auf der physiologischen Seite kam EEG zum Einsatz: Sensoren auf der Kopfhaut erfassen die elektrischen Impulse, die Neuronen in Form von summierten Spannungsänderungen erzeugen. Die Messungen starteten vor der Gabe und liefen anschließend für zwanzig Minuten weiter. Direkt nach dem Abklingen der akuten Wirkung beurteilten die Probanden ihre subjektiven Erlebnisse über Fragebögen; dabei lag der Fokus auf Aussagen zur Auflösung des eigenen „Self“ oder „Ego“ (in der Studie konkret als „I experienced a disintegration of my usual sense of ‘self’ or ‘ego.’“ formuliert).

Für die Auswertung drehten die Autorinnen und Autoren die Schraube anschließend an der mathematischen Definition von „Nähe zur kritischen Zone“. Sie nutzten eine Methode namens „detrended fluctuation analysis“, die einen numerischen Wert bestimmt, der angibt, wie nah das Gehirn an kritischer Dynamik liegt. Vereinfacht ausgedrückt: Werte nahe Eins stehen für hoch strukturierte, komplexe Zustände, die an „pink noise“ erinnern; Werte um die Hälfte deuten eher auf zufallsartige, unstrukturierte Aktivität hin, vergleichbar mit „white noise“. Unter DMT beobachteten die Forschenden einen breit angelegten Abfall dieser Werte in mehreren Frequenzbändern. Besonders relevant sind die Verschiebungen in Theta, Alpha und Beta: Alpha wird klassisch mit wacher Entspannung assoziiert, Theta mit Gedächtnisprozessen, Beta wiederum mit aktiverer kognitiver Aktivität.

Der zweite Schritt der Arbeit macht die Dynamik dann noch spezifischer: Die Forschenden leiteten aus den EEG-Daten eine Kennzahl ab, die das Verhältnis zwischen erregender und hemmender Aktivität im Netzwerk beschreibt. Hintergrund ist, dass neuronale Schaltkreise auf ein fein austariertes Gleichgewicht aus „Anstoßen“ und „Bremsen“ angewiesen sind. Dieses Gleichgewicht steuert, ob das System in einen überaktiven (superkritischen) oder einen unteraktiven (subkritischen) Regime-Modus kippt. Die Ergebnisse zeigen: DMT verschiebt Alpha- und Beta-Aktivität in einen subkritischen Bereich. Damit dominieren stärker hemmende Signale, und das elektrische Muster wirkt weniger komplex, eher zufallsgetrieben und weniger reich strukturiert. Genau diese „Entropie“-ähnliche Entfaltung der Signale wird anschließend mit den subjektiven Bewertungen verknüpft: Je weiter Alpha und Theta von der kritischen Zone abrücken, desto stärker berichten die Teilnehmenden von Ego-Dissolution.

Spannend ist dabei auch die Einordnung in bereits bekannte Zustände. Die Studie beschreibt Parallelen zu Hirnzuständen, die man während allgemeiner Anästhesie und tiefer Meditation beobachtet. Auch wenn Anästhesie typischerweise Bewusstseinsverlust im Vordergrund hat und Psychedelika emotional sehr intensive Erlebnisse auslösen, fällt in beiden Fällen eine Störung der gewohnten, selbstreflexiven Gedankenströmung auf. Die neue Arbeit legt nahe, dass ein subkritischer Shift in der Alpha-Aktivität ein biologischer Marker für den Verlust des „konzipierten Selbst“ sein könnte. Das ist weniger eine semantische Aussage über Gefühle, sondern eine propositionale Brücke: bestimmte mathematische Eigenschaften der Signalstruktur lassen sich mit bestimmten psychologischen Berichten in Beziehung setzen.

Gleichzeitig betont die Studie Grenzen, die für die Interpretation wichtig bleiben. EEG über die Kopfhaut erfasst vor allem langsamere Hirnwellen; schnellere Oszillationen sind schwieriger zu messen und könnten unter DMT anders reagieren. Die Forschenden halten es deshalb für möglich, dass hohe Frequenzen eher in Richtung eines überaktiven, superkritischen Zustands kippen, was dann besser zu lebhaften Halluzinationen und emotionaler Farbigkeit passen könnte. Für die weitere KI- und Data-Science-Diskussion in der Medizin heißt das: Wenn Modelle künftig Bewusstseinszustände aus Rohdaten ableiten sollen, muss man nicht nur „wie gut“ messen, sondern auch „welche Bandbreiten“ und „welcher Zeithorizont“ die entscheidenden Marker liefern. Bis zukünftige Analysen schnelle Oszillationen und zeitlich fein aufgelöste Momente während der Erfahrung adressieren, liefern die aktuellen Daten vor allem eins: eine quantifizierbare Kopplung zwischen kritischer Hirndynamik, inhibitorisch/erregendem Gleichgewicht und der Intensität selbstbezogener Auflösung.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - DMT verschiebt Hirndynamik: EEG zeigt weniger „kritische“ Struktur bei Ego-Auflösung - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "DMT verschiebt Hirndynamik: EEG zeigt weniger „kritische“ Struktur bei Ego-Auflösung".
Stichwörter AI Alpha Artificial Intelligence Beta Consciousness Criticality Detrended-fluctuation-analysis Dmt Eeg Ego-dissolution Gehirn Geist Inhibition-excitation-balance KI Künstliche Intelligenz Long-range-temporal-correlations Neurodynamics Neurologie Neuroscience Neurowissenschaften Theta
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "DMT verschiebt Hirndynamik: EEG zeigt weniger „kritische“ Struktur bei Ego-Auflösung" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "DMT verschiebt Hirndynamik: EEG zeigt weniger „kritische“ Struktur bei Ego-Auflösung" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »DMT verschiebt Hirndynamik: EEG zeigt weniger „kritische“ Struktur bei Ego-Auflösung« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    1.136 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs