WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Die von der Trump-Administration eingeführten hohen Importzölle auf chinesische Waren haben viele US-Unternehmen in Bedrängnis gebracht. Nun fordern einige von ihnen eine Rückerstattung der gezahlten Beträge.

Die von der Trump-Administration verhängten Importzölle auf chinesische Waren haben zahlreiche US-Unternehmen finanziell belastet. Owen Carr, Chief Merchandising Officer eines der größten Verkäufer auf Amazon, berichtet, dass die Kosten für importierte Produkte wie Gartenstühle aus China erheblich gestiegen sind. Diese Produkte waren von einem Mindestzollsatz von 145 Prozent betroffen, was die Importkosten in die Höhe trieb. Carr beschreibt die Situation als ‘mind-boggling’, da die Zollkosten die Produktionskosten überstiegen. Unternehmen wie Spreetail, zu dem Carr gehört, hoffen nun auf eine Rückerstattung der gezahlten Zölle. Die Trump-Administration hatte im Mai eine 90-tägige Waffenruhe im Handelskrieg mit China vereinbart, die die Zölle auf 30 Prozent senkte. Diese schnelle Einigung kam für viele unerwartet. Einige Unternehmen haben bereits begonnen, rechtliche Schritte einzuleiten, um die Rückerstattung der Zölle zu erreichen. Anwälte wie Michael Roll von Roll & Harris weisen jedoch darauf hin, dass Rückerstattungen zwar möglich, aber unwahrscheinlich sind. Die Unternehmen argumentieren, dass sie unfair in die hastigen Verhandlungen der Trump-Administration verwickelt wurden. Um eine Rückerstattung zu ermöglichen, müssten Trump, der Kongress oder die Gerichte eine neue Zollausnahme genehmigen. Einige Unternehmen haben bereits Lobbyarbeit bei der Trump-Administration und den Gesetzgebern geleistet, um Ausnahmen zu erwirken. Die Auswirkungen der Zölle sind weitreichend. Sie haben nicht nur die Preise für Verbraucher erhöht, sondern auch die Produktvielfalt eingeschränkt. Für kleinere und mittelständische Unternehmen können die höheren Zölle langfristige Folgen haben, da sie gezwungen sind, höhere Versicherungsbonds zu halten, was die Kosten weiter erhöht. Unternehmen wie Spreetail haben trotz der Risiken weiterhin Waren importiert, um ihre Lieferanten zu unterstützen. Sie mussten jedoch die Preise erhöhen, um die höheren Importkosten auszugleichen. Einige Unternehmen haben es geschafft, einen Teil der gezahlten Zölle zurückzuerhalten, indem sie nachweisen konnten, dass ihre Waren bereits auf dem Weg waren, als die höheren Zölle in Kraft traten. Die rechtlichen Auseinandersetzungen um die Zölle dauern an, und es wird erwartet, dass erste Urteile in den kommenden Tagen gefällt werden. Sollten die Klagen scheitern, bleibt den Unternehmen noch die Möglichkeit, innerhalb von 16 Monaten Einspruch gegen die Importrechnungen einzulegen. Experten wie Mark Tallo von Sandler, Travis & Rosenberg raten ihren Kunden, ihre Bücher offen zu halten und auf eine mögliche Änderung der Situation zu hoffen.

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