NEW YORK / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Spannungen um das iranische Atomprogramm nehmen zu, da Deutschland, Frankreich und Großbritannien erwägen, den Snapback-Mechanismus zur Wiedereinführung von Sanktionen gegen den Iran zu aktivieren. Diese Maßnahme könnte im UN-Sicherheitsrat in New York initiiert werden, falls Teheran nicht einlenkt. Hintergrund sind stockende Verhandlungen und die Sorge um mögliche nukleare Ambitionen des Iran.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Iran und den westlichen Staaten stehen erneut auf dem Prüfstand. Deutschland, Frankreich und Großbritannien, bekannt als die E3, erwägen die Aktivierung des sogenannten Snapback-Mechanismus, um die Wiedereinführung von UN-Sanktionen gegen den Iran zu ermöglichen. Diese Entscheidung könnte bereits am Donnerstag im UN-Sicherheitsrat in New York getroffen werden, falls der Iran nicht in letzter Minute Zugeständnisse macht.
Der Snapback-Mechanismus ist ein zentraler Bestandteil des Atomabkommens von 2015, das der Iran mit den E3, den USA, Russland und China geschlossen hatte. Ziel des Abkommens war es, das iranische Atomprogramm stark einzuschränken, um die Entwicklung von Nuklearwaffen zu verhindern. Im Gegenzug wurden dem Iran wirtschaftliche Sanktionserleichterungen gewährt. Doch seit dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen im Jahr 2018 hält sich auch der Iran nicht mehr an seine Verpflichtungen.
Die jüngsten Gespräche in Genf zwischen hochrangigen Diplomaten der E3 und dem Iran verliefen ergebnislos. Die westlichen Staaten sind besorgt, dass der Iran sein Atomprogramm weiter vorantreibt, um möglicherweise Nuklearwaffen zu entwickeln, was Teheran jedoch vehement bestreitet. Die E3 hatten dem Iran eine Frist bis Ende August gesetzt, um zu einer diplomatischen Lösung zu gelangen, andernfalls drohten sie mit der Wiedereinführung der Sanktionen.
Der Snapback-Mechanismus erlaubt es, alte UN-Sanktionen wie das allgemeine Waffenembargo sowie zahlreiche Strafmaßnahmen gegen iranische Personen und Organisationen wieder in Kraft zu setzen. Sollte der Mechanismus aktiviert werden, greifen die Sanktionen nach einer 30-tägigen Frist, falls der Iran bis dahin nicht einlenkt. Diese Entwicklung könnte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen dem Iran und dem Westen weiter belasten und die geopolitische Lage im Nahen Osten destabilisieren.

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