GJØVIK / TRONDHEIM / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie der Norwegian University of Science and Technology untersucht die Auswirkungen von Mixed-Reality-Headsets auf die menschliche Wahrnehmung. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung dieser Geräte Symptome hervorrufen kann, die einer Alkoholisierung ähneln. Dies wirft Fragen zur Sicherheit und Alltagstauglichkeit dieser Technologie auf.

Mixed-Reality-Headsets wie die Meta Quest 3 und Apple Vision Pro bieten eine faszinierende Möglichkeit, die reale Welt durch digitale Linsen zu erleben. Diese Geräte nutzen die sogenannte Passthrough-Technologie, bei der die Umgebung nicht direkt, sondern über Kameras und Displays wahrgenommen wird. Diese innovative Technik steht jedoch noch am Anfang ihrer Entwicklung, und ihre Auswirkungen auf die menschliche Wahrnehmung sind bislang wenig erforscht.
Eine aktuelle Studie der Norwegian University of Science and Technology hat sich mit den Effekten dieser Technologie auf das Gehen, die Geschicklichkeit und die Ganzkörperkoordination beschäftigt. Die Forscher untersuchten, wie sich die Nutzung von Passthrough-Geräten auf die alltägliche Aufgabenbewältigung auswirkt. Dabei wurden 20 Teilnehmer im Alter von 18 bis 77 Jahren in zwei Gruppen aufgeteilt, die entweder ein einfaches Merge-Headset oder das fortschrittlichere Meta Quest 3 verwendeten.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass beide Geräte die Orientierung und das Wohlbefinden der Nutzer negativ beeinflussen können. Die Teilnehmer zeigten Symptome, die einer Alkoholisierung ähneln, wie Koordinationsverlust und Schwierigkeiten, den Fokus zu halten. Diese Erkenntnisse werfen Fragen zur Sicherheit und Alltagstauglichkeit von Mixed-Reality-Headsets auf, insbesondere in komplexen Umgebungen mit wechselnden Lichtverhältnissen oder Hindernissen.
Die Forscher schlagen vor, eine eigene Forschungskategorie für Passthrough-spezifische Symptome zu etablieren, die sie als “CybAR sickness” bezeichnen. Diese neue Kategorie könnte helfen, die spezifischen Herausforderungen und Risiken dieser Technologie besser zu verstehen und anzugehen. Während die aktuelle Technik noch mit Einschränkungen wie begrenztem Sichtfeld und Bildverzerrungen kämpft, besteht Hoffnung, dass zukünftige Generationen von Mixed-Reality-Headsets diese Probleme überwinden werden.
Langfristige Auswirkungen der Passthrough-Technologie sind noch unbekannt, da die Studie nur kurze Nutzungszeiten untersuchte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Technologie entwickelt und welche Rolle sie in der Zukunft spielen wird. Die Ergebnisse der Studie sind ein wichtiger Schritt, um die potenziellen Risiken und Chancen von Mixed-Reality-Headsets besser zu verstehen und die Entwicklung sicherer und benutzerfreundlicher Geräte voranzutreiben.

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