BRÜSSEL / LONDON (IT BOLTWISE) – Die europäische Autoindustrie steht vor erheblichen Herausforderungen, da die aktuellen Emissionsziele der EU als unerreichbar gelten. Hersteller und Zulieferer fordern eine Anpassung der Klimapolitik, um wirtschaftlichen und geopolitischen Realitäten gerecht zu werden. Die Abhängigkeit von China und die stagnierende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen sind zentrale Themen, die eine dringende Kurskorrektur erfordern.

Die europäische Autoindustrie sieht sich mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert, die die Erreichung der strengen Emissionsziele der EU bis 2030 und 2035 in Frage stellen. In einem offenen Brief an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordern die Verbände der Automobilhersteller und Zulieferer eine dringende Anpassung der Klimapolitik. Sie argumentieren, dass die aktuellen CO2-Ziele unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen und geopolitischen Bedingungen nicht mehr realistisch seien.
Ein wesentlicher Kritikpunkt der Industrie ist die starke Abhängigkeit von China, insbesondere bei Batterien und Rohstoffen, die für die Produktion von Elektrofahrzeugen unerlässlich sind. Diese Abhängigkeit könnte die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Hersteller gefährden, da China in der Lage ist, Elektroautos zu deutlich geringeren Kosten zu produzieren. Zudem stagniert die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Europa, was die Umsetzung der Klimaziele zusätzlich erschwert.
Die Verbände plädieren dafür, die EU-Strategie flexibler zu gestalten und nicht ausschließlich auf batteriebetriebene Fahrzeuge zu setzen. Sie fordern, auch alternative Technologien wie Hybride, Wasserstoff und E-Fuels in Betracht zu ziehen, um die Klimaziele zu erreichen. Eine Stärkung der europäischen Lieferkette für Batterien und andere Schlüsselkomponenten sowie eine Verbesserung des Qualifizierungsangebots sind ebenfalls zentrale Forderungen.
Bereits in der Vergangenheit hat die Auto-Lobby Erfolge erzielt, indem sie mehr Zeit für die Anpassung an die EU-Klimavorschriften erwirkte. Dennoch bleibt die Frage, wie die EU auf die aktuellen Forderungen reagieren wird. Kritiker warnen, dass eine weitere Aufweichung der Klimavorgaben den Markt für Elektroautos an China verlieren könnte. Die Diskussion um die Zukunft der europäischen Autoindustrie bleibt somit spannend und von großer Bedeutung für die gesamte Branche.

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