WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Intel wird durch einen ungewöhnlichen Deal mit der US-Regierung im verlustreichen Foundry-Geschäft gehalten. Trotz finanzieller Verluste könnte dieser Schritt den Chipsektor stabilisieren und die strategische Position der USA im globalen Halbleitermarkt stärken. Der Deal umfasst eine direkte Beteiligung der Regierung und verhindert den Verkauf der Sparte.

Intel steht vor einer bedeutenden strategischen Entscheidung, die durch einen ungewöhnlichen Deal mit der US-Regierung beeinflusst wird. Die Regierung hat kürzlich 8,9 Milliarden Dollar an Fördermitteln aus dem Chips Act in eine direkte Beteiligung von 10 Prozent an Intel umgewandelt. Diese Maßnahme sichert ab, dass Intel seine verlustreiche Foundry-Sparte nicht verkauft, was die strategische Position der USA im globalen Halbleitermarkt stärken könnte.
Die Foundry-Sparte von Intel, die im vergangenen Jahr einen Verlust von 13 Milliarden Dollar verzeichnete, bleibt somit ein zentraler Bestandteil des Unternehmens. Trotz der finanziellen Herausforderungen könnte die Beibehaltung dieser Sparte langfristig zur Stabilisierung des Chipsektors beitragen. Die US-Regierung hat zudem ein fünfjähriges Warrant erhalten, das es ihr ermöglicht, weitere 5 Prozent an Intel zu erwerben, falls das Unternehmen die Mehrheit an seinem Fertigungsgeschäft abgeben sollte.
Analysten und ehemalige Aufsichtsräte hatten zuvor einen Verkauf der Sparte gefordert, während Investoren wie Qualcomm Interesse an einer Übernahme signalisierten. Die Absetzung von CEO Pat Gelsinger, der die Foundry-Strategie maßgeblich vorangetrieben hatte, nährte Spekulationen über einen möglichen Kurswechsel. Doch mit dem Regierungsdeal sind diese Erwartungen weitgehend ausgebremst.
Finanziell verschafft die Beteiligung dem Konzern Luft: 5,7 Milliarden Dollar der Mittel sind bereits geflossen, die restlichen 3,2 Milliarden hängen an Baufortschritten, die das Handels- und Verteidigungsministerium überwachen. Zusammen mit dem Verkauf eines Mobileye-Anteils von 1 Milliarde Dollar und der geplanten Abgabe von 51 Prozent der Chipsparte Altera an Silver Lake stärkt Intel seine Liquidität. SoftBank steuerte zusätzlich 2 Milliarden Dollar bei.
Für Intels Finanzvorstand David Zinsner sind die Regierungsbeteiligung und die restriktiven Bedingungen mehr als nur eine Kapitalzufuhr. Sie schaffen eine Art von Reibung, die das Unternehmen von Schritten abhält, die die Regierung nicht wünscht. Diese strategische Partnerschaft könnte langfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Intel im globalen Markt stärken und die technologische Vorherrschaft der USA im Halbleitersektor sichern.

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