LONDON (IT BOLTWISE) – Ein chinesischsprachiger Angreifer soll mit dem KI-Modell DeepSeek und dem Open-Source-Framework Hermes Agent autonom verwundbare Systeme angegriffen haben. Dabei soll der Agent Zielsysteme über einen Internet-Asset-Index recherchiert, passende Exploits ausgewählt und die Angriffe ohne intensives Zutun des Operators in Minuten angestoßen haben. Offenbar fehlte in den beobachteten Fällen zwar der erfolgreiche Compromise, doch der Ablauf zeigt ein end-to-end-taugliches Vorgehen für offensive KI-Workflows. Besonders auffällig: In der Hermes-Umgebung sollen API-Keys, Exploit-Skripte und Logs so aufgetaucht sein, dass der Angriff praktisch aus eigener Infrastruktur heraus nachvollziehbar wurde.

DeepSeek und Hermes: Autonomer Angriff auf Server-Schwachstellen in Minuten
DeepSeek und Hermes: Autonomer Angriff auf Server-Schwachstellen in Minuten (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Der Kern der aktuellen Beobachtung liegt weniger in einem neuen Exploit an sich, sondern in der Kombination aus KI-„Reasoning“ und Agentenautomatisierung zu einem durchgängigen Offensiv-Workflow. Laut den Auswertungen eines Incident-Teams wurden bei einem operierenden Threat-Actor autonome Schritte rund um die Suche nach Exponierten, das Prüfen von Verwundbarkeiten und das Ableiten konkreter Angriffsschritte beobachtet. Als Grundlage diente das KI-Modell DeepSeek zusammen mit dem Open-Source-Framework Hermes Agent, das mit System- und Netzwerkfunktionen so verzahnt werden kann, dass es Kommandos ausführt und dabei auch Internetquellen anspricht. Entscheidend ist die Passung: Der Agent kann nicht nur Daten konsumieren, sondern selbst Entscheidungen treffen, welche nächsten Schritte auf Basis der erkannten Bedingungen „sinnvoll“ wirken.

Technisch bemerkenswert ist dabei der Modus, der in den Berichten als „Yolo“ bezeichnet wird: Der Agent soll Befehle auch dann ausführen können, wenn diese riskante Aktionen auslösen, ohne dass er zuvor jedes einzelne Kommando erst beim Operator abfragt. In der konkreten Konfiguration soll Hermes Anweisungen aus einem Telegram-Kanal erhalten haben und dabei „custom offensive-security skills“ nutzen können, um gezielt mit Angriffswerkzeugen und OS-Terminals zu arbeiten. Zusätzlich soll der Agent mit FOFA integriert gewesen sein, also einem Internet-Asset-Search-Engine-Ansatz, der Exponate anhand sichtbarer Fingerprints auffindbar macht. In der rückblickend rekonstruierten Session aus Mai 2026 soll der Operator nach Angaben der Ermittler zunächst nur eine Startaufgabe gegeben haben; danach habe das System die restliche Aktivität weitgehend autonom durchgeführt.

Im Ablauf zeigt sich der Trend zu „end-to-end“ statt nur zu generativer Hilfe: Der Agent soll zunächst Langflow-Server ins Visier genommen haben, die einem spezifischen Risiko über CVE-2026-33017 zugerechnet wurden. Vorgegeben sei dann ein Public-Proof-of-Concept gewesen, den der Agent heruntergeladen und anschließend per Scanning nach weiteren exponierten Instanzen abgesichert haben soll. Dabei sollen über FOFA 84 erreichbare Ziele identifiziert worden sein; nach dem Abgleich habe der Agent offenbar keine hinreichend ausnutzbaren Bedingungen gefunden und damit die Schwerpunkte verlagert. Auch dieser „Narrowing“-Schritt ist wichtig, weil klassische Angriffsabläufe oft an festen Ziellisten hängen; hier dagegen soll das System parallel nach alternativen Verwundbarkeiten gesucht, Exploit-Repositories gesichtet und daraus eine neue Auswahl getroffen haben.

Besonders konkrete technische Details liefern die weiteren Stationen: Der Agent soll bei einer zweiten Zielauswahl n8n als Workflow-Automationsplattform adressiert haben, die mit einer Kette aus CVE-2026-21858 und CVE-2025-68613 in Verbindung gebracht wurde. Über FOFA sollen dabei mehr als 647.000 exponierte Instanzen identifiziert worden sein, bevor der Agent im nächsten Schritt einen passenden Exploit heruntergeladen und damit überprüft habe, welche Server verwundbare Versionen ausführen. Ein weiterer Prüfpunkt soll das Vorhandensein nicht authentifizierter File-Upload-Formulare gewesen sein, die für den Angriff nötig sind. In den beobachteten Fällen seien die erforderlichen Formulare jedoch offenbar nicht ohne Anmeldung verfügbar gewesen, sodass die autonomen Versuche laut Auswertung keine Zielsysteme kompromittieren konnten. Die Bedeutung des Berichts liegt damit stärker in der Geschwindigkeit und Automationsdichte: Der Agent soll Zielidentifikation, Sampling und Auswahllogik in Minuten erledigt haben, während man vergleichbare manuelle Analysen sonst eher über Stunden oder länger verteilt.

Damit verschiebt sich auch die Sicherheitsdebatte. Wenn ein Agent nicht nur einmalig generiert, sondern eigenständig recherchiert, Code beschafft und Angriffsversuche strukturiert durchführt, müssen Logging- und Detektionsstrategien diese Zwischenphasen abdecken: erst die Discovery über Internet-Assets, dann die Beschaffung von Exploit-Code, danach das Scannen und schließlich das Ausnutzen von Schwachstellen. In der Analyse wird zudem erwähnt, dass der Angreifer nicht ausschließlich auf KI setzte: Neben den autonomen Schritten seien manuelle Angriffe auf über 460 Systeme mit Schwachstellen in Produkten wie Citrix NetScaler, Apache Tomcat oder Marimo Notebook durchgeführt worden. Für Citrix NetScaler nennt die Auswertung drei erfolgreiche Kompromittierungen über CVE-2026-3055, bei denen Speicher ausgelesen und nach Authentifizierungs-Cookies gesucht wurden, um Sessions übernehmen zu können. Außerdem sollen weitere Angriffsoberflächen genutzt worden sein, etwa zusätzliche KI-Coding-Plattformen; gefunden worden sei jedoch, dass diese nicht im gleichen Umfang zum Einsatz kamen.

Der zweite Faden ist historisch und operativ: Das Hermes-„Agent“-Thema taucht in jüngeren Berichten auch deshalb auf, weil schlecht abgesicherte Systeme versehentlich eigene Aktivitäten preisgeben können. In einem früheren Vorfall wird beschrieben, dass offene Webverzeichnisse und Log-Ausgaben einer Hermes-Infrastruktur Details über eine mutmaßliche Kompromittierung geliefert haben sollen, inklusive Artefakten wie Exploit-Tools, Web-Shells, Credentials, kompilierten Payloads und Aktivitätslogs. Dort sei Hermes vor allem für Post-Exploitation-Aufgaben im unbeaufsichtigten „YOLO“-Betrieb genutzt worden, etwa um Privilege-Escalation-Möglichkeiten zu suchen, Dienste zu enumerieren oder Dateisysteme und Container zu durchsuchen. Der Unterschied zur aktuellen Beobachtung besteht nach den vorliegenden Angaben vor allem darin, dass diesmal nicht nur Routine nach bestehendem Zugriff automatisiert wurde, sondern der Agent eigenständig Zielauswahl und Auswahl passender Angriffsschritte übernehmen konnte.

Für Unternehmen folgt daraus vor allem eine konkrete Erwartung an Schutzarchitekturen: Angreifer, die KI-gestützte Agenten einsetzen, versuchen zunehmend, Prozessketten in „kleine, gut automatisierbare“ Einzelschritte zu zerlegen. Das betrifft insbesondere die Kombination aus extern getriebener Discovery, schneller Werkzeugbeschaffung und systematischem Scanning nach genau definierten Zielbedingungen. Organisationen sollten deshalb nicht nur auf den Moment des Exploit-Versuchs schauen, sondern auch auf Vorläufe wie ungewöhnliche Muster beim Abruf von Code aus öffentlichen Repositories, neue oder selten genutzte Web- und API-Zugriffe sowie das Zusammenspiel aus Telegram-ähnlichen Steuerkanälen und OS-Kommandos auf Servern. Wenn sich das Verhalten eines Agenten im Zeitfenster von Minuten abzeichnet, müssen SIEM- und EDR-Regeln die Latenz zwischen einzelnen Teilschritten verringern, statt nur die finale Kompromittierung zu markieren.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - DeepSeek und Hermes: Autonomer Angriff auf Server-Schwachstellen in Minuten - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "DeepSeek und Hermes: Autonomer Angriff auf Server-Schwachstellen in Minuten".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Asset Search Autonomer Agent CVE Cybersecurity Cybersicherheit Exploit Fofa Hacker IT-Sicherheit KI Künstliche Intelligenz Netzwerksicherheit Offensive Ai Server Telegram Verwundbarkeit
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "DeepSeek und Hermes: Autonomer Angriff auf Server-Schwachstellen in Minuten" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "DeepSeek und Hermes: Autonomer Angriff auf Server-Schwachstellen in Minuten" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »DeepSeek und Hermes: Autonomer Angriff auf Server-Schwachstellen in Minuten« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    978 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs