TOULON / LONDON (IT BOLTWISE) – Deutschland und Frankreich haben sich in Toulon auf eine verstärkte Zusammenarbeit in der Energiepolitik geeinigt, einschließlich der Nutzung von Kernenergie. Gleichzeitig planen sie, die Ukraine weiter zu unterstützen und härtere Sanktionen gegen Russland zu erwägen. Diese Entwicklungen markieren einen bedeutenden Schritt in der deutsch-französischen Allianz, die sich auf wirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen konzentriert.

In einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen haben Deutschland und Frankreich ihre Zusammenarbeit in der Energie- und Sicherheitspolitik intensiviert. Beim jüngsten Ministerrat in Toulon einigten sich beide Länder auf eine gemeinsame Strategie zur Nutzung emissionsarmer Energiequellen, einschließlich der umstrittenen Kernenergie. Diese Einigung beendet einen langanhaltenden Disput zwischen den beiden Nationen und signalisiert eine neue Ära der Kooperation.
Die Entscheidung, Kernenergie als gleichberechtigte Energiequelle zu behandeln, ist ein bedeutender Schritt, insbesondere da Deutschland kürzlich seine letzten Atomkraftwerke abgeschaltet hat. Frankreich hingegen setzt weiterhin auf den Ausbau der Kernenergie. Beide Länder planen, in der Energiepolitik keine Hürden mehr aufzubauen, sondern gemeinsame Entwicklungen wie neue Reaktortypen und Wasserstoffverbindungen nach Südeuropa zu unterstützen.
Auf sicherheitspolitischer Ebene bleibt die Unterstützung der Ukraine ein zentrales Thema. Angesichts der anhaltenden russischen Aggressionen haben Deutschland und Frankreich beschlossen, ihre militärische Unterstützung für die Ukraine zu verstärken und härtere Sanktionen gegen Russland in Betracht zu ziehen. Diese Sanktionen sollen nicht nur Russland, sondern auch Drittstaaten treffen, die den Konflikt unterstützen.
Die politische Instabilität in Frankreich wirft jedoch einen Schatten auf die deutsch-französische Allianz. Premierminister François Bayrou steht vor einer Vertrauensfrage, die das Potenzial hat, die Regierung von Präsident Emmanuel Macron zu schwächen. Trotz dieser Herausforderungen bleiben die Beziehungen zwischen Macron und dem deutschen Kanzler Friedrich Merz stark, was einen klaren Unterschied zum vorherigen Verhältnis zwischen Macron und Olaf Scholz darstellt.
Der Ministerrat in Toulon markiert den ersten seit dem Regierungswechsel in Berlin im Mai. Merz und Macron nutzten die Gelegenheit, um die deutsch-französischen Beziehungen neu zu beleben und inhaltliche Meinungsverschiedenheiten zu überbrücken. Neben der Energiepolitik wurden auch Vereinbarungen zur Entlastung energiesensibler Industrien und zur Förderung von KI-Programmen getroffen.

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