ARMONK (IT BOLTWISE) – Das von IBM und der weltweit größten Containerreederei Maersk gestartete Blockchain-Projekt hat weitere Partner gefunden. Zwei weitere Großreedereien nutzen die Technik, um die Standorte ihrer Container zu registrieren. Damit wird fast die Hälfte des weltweiten Containerverkehrs über die Blockchain verwaltet.

Nachdem IBM und Maersk im Januar 2018 das Blockchain-Projekt gestartet hatten, stellten sie im August 2018 das Tool TradeLens vor. Damit lassen sich die Transaktionen der Container über die Blockchain von IBM digital verwalten. Die beteiligten Reedereien, Hafenbetreiber, Spediteure und Zollbehörden haben erstmals digitalen Zugriff auf die Transportdaten.

Beim offiziellen Start des Projekts waren mehrere große Hafen- und Terminalbetreiber an Bord, etwa in Singapur, Hong Kong, Rotterdam und Hamburg. Die kommerzielle Verfügbarkeit von TradeLens wurde für Ende 2018 angekündigt. Inzwischen haben sich weitere Reedereien dem System angeschlossen. Darunter sind die Schweizer Mediterranean Shipping Company als zweitgrößte Containerreederei und die französische CMA CGM in Marseille als globale Nummer Drei bei Containerfrachten.

Das Blockchain-Tool ersetzt bei den beteiligten Unternehmen die bisher auf Frachtpapieren basierende Abwicklung der Container. Die Digitalisierung beschleunigt den bisher vergleichsweise langsamen Ablauf. Zudem lassen sich erstmals der Standort und Lieferstatus der Container online einsehen.

Die drei größten Frachtreedereien benutzen ein gemeinsames System für die Digitalisierung des Containerverkehrs.
Die drei größten Frachtreedereien benutzen ein gemeinsames System für die Digitalisierung des Containerverkehrs. (Bild: Julius_Silver/Pixabay)




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