ATLANTA / LONDON (IT BOLTWISE) – Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat die Überwachung von lebensmittelbedingten Infektionen drastisch reduziert. Statt acht werden nun nur noch zwei Erreger verpflichtend überwacht, was Experten Sorgen bereitet.

Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat kürzlich eine bedeutende Änderung in ihrem Programm zur Überwachung lebensmittelbedingter Infektionen vorgenommen. Das Foodborne Diseases Active Surveillance Network, bekannt als FoodNet, wird künftig nur noch zwei der ursprünglich acht Erreger verpflichtend überwachen: Salmonellen und Shiga-Toxin-produzierende E. coli-Bakterien. Diese Entscheidung hat in der Fachwelt Besorgnis ausgelöst, da die umfassende Überwachung als entscheidend für die frühzeitige Erkennung von Ausbrüchen gilt.
FoodNet, das seit 1995 als Partnerschaft zwischen der CDC, dem US-Landwirtschaftsministerium und der FDA besteht, hat bisher eine breite Palette von Erregern überwacht, darunter Campylobacter, Cyclospora, Listeria, Shigella, Vibrio und Yersinia. Diese Erreger sind nun nicht mehr Teil der verpflichtenden Überwachung, was die Möglichkeit birgt, dass Ausbrüche dieser Infektionen unentdeckt bleiben könnten. Die CDC argumentiert, dass die Reduzierung der Überwachung es dem Personal ermöglichen soll, sich auf Kernaktivitäten zu konzentrieren und Ressourcen effektiver zu nutzen.
Experten wie Carlota Medus vom Minnesota Department of Health äußern jedoch Bedenken, dass die Reduzierung der Überwachung die Fähigkeit beeinträchtigen könnte, ein vollständiges Bild der Risiken in der Lebensmittelversorgung zu erhalten. Ohne die aktive Suche nach Labordaten und Krankenhausinformationen könnten wichtige Fälle übersehen werden. Diese Bedenken werden durch die Tatsache verstärkt, dass FoodNet-Daten bisher entscheidend zur Einschätzung der Häufigkeit bestimmter Infektionen beigetragen haben.
Frank Yiannas, ein ehemaliger FDA-Beamter, betont, dass die Fähigkeit, die Fortschritte bei der Bekämpfung bestimmter Erreger zu messen, durch die Reduzierung der Überwachung eingeschränkt wird. Ohne umfassende Daten wird es schwieriger, die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Lebensmittelsicherheit zu bewerten. Die Entscheidung der CDC könnte auch mit den jüngsten Budgetkürzungen der Trump-Administration in Verbindung stehen, was die Debatte über die Prioritäten der öffentlichen Gesundheit weiter anheizt.

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