JENA / LONDON (IT BOLTWISE) – An der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird an einer innovativen Methode zur CO2-Abscheidung geforscht. Diese nutzt elektrochemische Prozesse und nachwachsende Rohstoffe, um Kohlendioxid effizient aus der Luft zu filtern. Die Carl-Zeiss-Stiftung unterstützt dieses zukunftsweisende Projekt mit 1,8 Millionen Euro.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: die Entwicklung einer Methode zur CO2-Abscheidung, die auf elektrochemischen Verfahren basiert. Diese innovative Technologie soll Kohlendioxid aus der Luft filtern und dabei auf nachwachsende Rohstoffe zurückgreifen. Die Carl-Zeiss-Stiftung unterstützt dieses Projekt mit einer Förderung von 1,8 Millionen Euro über fünf Jahre, um die Forschung voranzutreiben.
Im Zentrum der Forschung steht die Nutzung von Chinonen, organischen Molekülen, die in vielen natürlichen Stoffen vorkommen. Diese Moleküle können durch Hinzufügen von Elektronen negativ geladen werden, wodurch sie den leicht positiv geladenen Kohlenstoff im CO2 anziehen. Durch ein An- und Abschalten dieses Mechanismus kann das Kohlendioxid gebunden und wieder freigegeben werden. Diese Methode verspricht, im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren, deutlich energieeffizienter zu sein und lässt sich gut mit erneuerbaren Energiequellen kombinieren.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Jena stehen jedoch vor zwei großen Herausforderungen: Zum einen muss die Menge an Sauerstoff, die den Molekülen begegnet, reduziert werden, da dieser Elektronen entziehen und unerwünschte Nebenreaktionen auslösen kann. Zum anderen müssen nachhaltige Alternativen für die oft nicht-nachhaltigen Lösungsmittel in den Elektrolyten gefunden werden. Die Forscher sind zuversichtlich, dass sie diese Herausforderungen meistern können und damit einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen leisten.
Langfristig strebt das Team eine Kreislaufwirtschaft an, in der das Ausstoßen, Fangen, Speichern und Wiederverwenden von Kohlendioxid vollständig integriert ist. Dabei sollen alle eingesetzten Komponenten, von den Lösungsmitteln bis zu den Aktivmaterialien, kreislaufbasiert und nachwachsend sein. Um die Nachhaltigkeit der entwickelten Methode zu belegen, wird das Projekt interdisziplinär gestaltet, indem auch Umweltingenieurinnen und -ingenieure eingebunden werden, um die Klimabilanz jedes Schrittes zu berechnen.

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