BRÜSSEL / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Europäische Union hat einen bedeutenden Schritt unternommen, um den Schutz von Minderjährigen im Internet zu verbessern. Ein digitaler Alterscheck soll künftig verhindern, dass Kinder und Jugendliche ungehinderten Zugang zu nicht altersgerechten Inhalten erhalten.

Die Europäische Union hat eine Initiative gestartet, die den Zugang von Minderjährigen zu ungeeigneten Inhalten im Internet einschränken soll. Der digitale Alterscheck wird zunächst in Dänemark, Frankreich, Spanien, Griechenland und Italien getestet und soll bis Ende 2026 in der gesamten EU eingeführt werden. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Plans, der den digitalen EU-Ausweis ergänzen soll. Ziel ist es, eine anonyme Altersverifikation zu ermöglichen, ohne dass sensible persönliche Daten gespeichert werden müssen. Die dänische Digitalministerin Caroline Stage Olsen verglich die aktuelle Situation im Internet mit einem Nachtclub ohne Türsteher, in dem sich Minderjährige bisher einfach Zugang verschaffen konnten, indem sie behaupteten, über 18 Jahre alt zu sein. Dänemark plant, dieses Thema während seiner EU-Ratspräsidentschaft intensiv zu behandeln und weiter voranzutreiben. Neben dem digitalen Alterscheck hat die EU-Kommission neue Empfehlungen zum Schutz Minderjähriger auf sozialen Plattformen veröffentlicht. Diese beinhalten unter anderem die Standard-Privatisierung von Kinderprofilen und die Abschaltung von süchtig machenden Features wie täglichen Belohnungssystemen. Diese Maßnahmen sind Teil des Digital Services Act, der Großplattformen strengere Benutzerauflagen auferlegt. Eine einheitliche Altersgrenze für soziale Medienzugriffe in der EU, wie in Australien ab 16 Jahren, wird ebenfalls diskutiert. Die Einführung eines digitalen Alterschecks könnte weitreichende Auswirkungen auf die Art und Weise haben, wie Online-Inhalte bereitgestellt und konsumiert werden. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt, um die Sicherheit von Kindern im digitalen Raum zu erhöhen. Gleichzeitig gibt es Bedenken hinsichtlich der technischen Umsetzung und der Wahrung der Privatsphäre. Die EU steht vor der Herausforderung, eine Balance zwischen Sicherheit und Datenschutz zu finden, während sie gleichzeitig die technische Machbarkeit sicherstellt. Die Testphase in den fünf europäischen Ländern wird entscheidende Erkenntnisse liefern, die in die endgültige Gestaltung des Systems einfließen werden. Die EU hofft, dass diese Initiative nicht nur den Schutz von Minderjährigen verbessert, sondern auch als Vorbild für andere Regionen weltweit dienen kann. Die Diskussion über die Einführung eines digitalen Alterschecks wirft auch Fragen zur Verantwortung von Plattformbetreibern und der Rolle von Regierungen im digitalen Zeitalter auf. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Maßnahmen auf die Nutzung von Online-Diensten durch Jugendliche auswirken werden und ob sie tatsächlich zu einem sichereren Internet beitragen können.

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