BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die europäische Industrie steht vor großen Herausforderungen durch die US-Zölle, die trotz eines Kompromisses zwischen der EU und den USA erhebliche Auswirkungen haben. Besonders der Maschinenbau leidet unter den hohen Einfuhrzöllen, die für viele Unternehmen das US-Geschäft unrentabel machen. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) fordert Nachverhandlungen, um die Belastungen zu reduzieren.

Die europäische Industrie sieht sich mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert, da die US-Zölle trotz eines Kompromisses zwischen der EU und den USA weiterhin eine große Belastung darstellen. Besonders der Maschinenbau leidet unter den hohen Einfuhrzöllen, die für viele Unternehmen das US-Geschäft unrentabel machen. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat in einem Brief an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Nachverhandlungen gefordert, um die Belastungen zu reduzieren.
Im Rahmen des Kompromisses wurde ein Zollsatz von 15 Prozent für die meisten EU-Produkte vereinbart. Dennoch erhebt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump für viele Produkte, insbesondere im Bereich Stahl und Aluminium, deutlich höhere Zölle von bis zu 50 Prozent. Diese Zölle betreffen etwa 30 Prozent der US-Maschinenimporte aus der EU, darunter Motoren, Pumpen und Industrieroboter. Laut VDMA hat der Zolldeal seinen Wert für den Maschinen- und Anlagenbau bereits verloren, da die pauschale 15-Prozent-Regelung durch die hohen Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte faktisch ausgehebelt wird.
Eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigt, dass 55 Prozent der befragten Unternehmen die Einigung als zu starke Belastung der europäischen Wirtschaft betrachten. Besonders Unternehmen mit US-Geschäft sehen sich gezwungen, den Handel mit den USA zu reduzieren. Volker Treier, Außenwirtschaftschef der DIHK, warnt, dass die auf Abschottung zielende Handelspolitik der USA nach hinten losgehen könnte, da die erhobenen Einfuhrzölle letztlich von den US-Kunden selbst getragen werden müssen.
Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, betont die Notwendigkeit, sich stärker auf andere Märkte zu konzentrieren. Er sieht in der Zusammenarbeit mit globalen Partnern, die Freihandel praktizieren wollen, eine Antwort auf den Protektionismus der USA. Zudem fordert er, die Kraft des EU-Binnenmarktes stärker zu nutzen, insbesondere in den Bereichen Dienstleistungen und Energie, wo es noch national abgeschottete Märkte gibt. Die EU sollte im Notfall auch vor Gegenmaßnahmen nicht zurückschrecken, um künftige US-Zollerhöhungen auszuschließen.

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