AUSTIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue genetische Analyse zeigt, dass das Risiko für Schizophrenie und bipolare Störung nicht mit einem einzigen Intelligenzmaß zusammenhängt. Stattdessen koppelt sich das Risiko an unterschiedliche Denkdomänen wie Reaktionsgeschwindigkeit, fluides Problemlösen und erworbenes Faktenwissen. Die Studie trennt dabei zudem genetische Effekte, die mit Schuljahren zusammenhängen, von Effekten, die tatsächlich bei Testergebnissen sichtbar werden. Damit rückt Künstliche Intelligenz zwar nicht direkt in den Test selbst, aber in die Auswertung: Denn nur mit solcher datengetriebenen Zerlegung wird der Zusammenhang genetisch greifbar.

Genetik von Schizophrenie und Bipolarer Störung: KI unterscheidet Denktypen
Genetik von Schizophrenie und Bipolarer Störung: KI unterscheidet Denktypen (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Wer Intelligenz und psychische Erkrankungen genetisch vergleichen will, landet schnell bei einer zu groben Annahme: Intelligenz wird oft als ein einziges Sammelmaß behandelt. Die aktuelle Studie aus dem Umfeld der Psychologie an der University of Texas at Austin argumentiert, dass genau diese Vereinfachung Widersprüche erzeugt. Denn im klinischen Alltag zeigen sich zwar häufig Probleme mit Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Problemlösen, gleichzeitig gibt es in genetischen Daten jedoch auch Hinweise auf positive Zusammenhänge zwischen genetischer Anfälligkeit für bestimmte psychische Störungen und Bildungsabschlüssen. Die Arbeit nähert sich diesem Konflikt, indem sie Kognition nicht als einen Block betrachtet, sondern nach Denktypen aufdröselt.

Technisch wird dabei zwischen mehreren Komponenten menschlichen Denkens unterschieden. Eine davon ist Verarbeitungsgeschwindigkeit, häufig operationalisiert über Reaktionszeiten in Aufgaben. Eine zweite Säule ist fluides Denken: das Lösen neuer Probleme und das Verarbeiten komplexer Informationen „on the spot“. Daran grenzt die Studie das erworbene, kristallisierte Wissen ab, also Fakten und Vokabular, das sich im Lebensverlauf durch Kultur und Erfahrung aufbaut. Zusätzlich berücksichtigen die Forschenden eine nicht-kognitive genetische Komponente, die mit der Zahl der absolvierten Schuljahre zusammenhängt. Ziel ist nicht, Testergebnisse „schöner“ zu machen, sondern überlappende genetische Einflüsse sauber zu trennen, damit nicht alles, was bei Intelligenztests mitschwingt, in einen Topf fällt.

Als Datengrundlage nutzt das Team genetische Informationen aus großen Kohorten. Für die Analyse des kristallisierten Wissens kommt dabei eine Gesamtstichprobe von ungefähr 439.000 Personen zum Einsatz. Die Messung einzelner kognitiver Fähigkeiten basiert auf Aufgaben, die Reaktionszeit, Puzzlesolving sowie Wortschatz- bzw. Vokabelwissen abdecken. Entscheidend ist der methodische Schritt: Die Forschenden verwenden ein spezialisiertes statistisches Verfahren, um genetische Überlappungen zwischen Reaktionszeit, fluidem Denken und kristallisiertem Wissen zu separieren. Damit lassen sich auch jene Geneinwirkungen isolieren, die eher über Lern- und Bildungspfade wirken als über die reine Leistung in einer konkreten Testaufgabe.

Die Ergebnisse zeigen dann eine bemerkenswert differenzierte Landkarte. Für kristallisiertes Wissen identifiziert die Analyse 78 genetische Regionen; acht davon waren zuvor nicht mit kognitiven Merkmalen in Verbindung gebracht worden. Außerdem passt das zeitliche Aktivitätsprofil zu der inhaltlichen Logik der Kognition: Gene, die mit fluidem Denken assoziiert sind, zeigen eine stärkere Aktivität im Gehirn in frühen Entwicklungsphasen. Dagegen nehmen die Hinweise für Gene des kristallisierten Wissens im Verlauf bis hin zur Adoleszenz und zum frühen Erwachsenenalter stärker zu. Genau dieses Muster stützt die Vorstellung, dass sich erworbenes Wissen über Zeit und Erfahrung aufbaut.

Beim Abgleich mit dem genetischen Risiko für fünf neuropsychiatrische Bedingungen wird die Spannweite besonders deutlich. Schizophrenie und bipolare Störung weisen die größte Ähnlichkeit zueinander auf. In beiden Fällen ist das genetische Risiko mit langsameren Reaktionszeiten und geringerem fluiden Denken verknüpft, gleichzeitig jedoch positiv mit kristallisiertem Wissen und mit nicht-kognitiven Bildungsindikatoren. Andere Erkrankungen folgen nicht demselben Muster: Bei ADHS findet die Studie Hinweise auf leicht schnellere Reaktionszeiten, gekoppelt aber an niedrigere Werte für fluides Denken, kristallisiertes Wissen und auch niedrigere nicht-kognitive Fähigkeiten im Zusammenhang mit Bildung. Beim Autismus-Spektrum zeigt sich dagegen eine positive Assoziation nur mit kristallisiertem Wissen. Die Alzheimer-Krankheit verknüpft die Analyse wiederum nur mit niedrigerem fluidem Denken – was in den Kontext der klinischen Beobachtung passt, dass Demenz stark exekutive Funktionen und das flexible Problemlösen im Hier-und-Jetzt betrifft.

Über die Kognition hinaus betrachtet das Team auch Persönlichkeitsmerkmale und findet einen zusätzlichen Spezialeffekt: Offenheit für Erfahrungen („openness to experience“), also Neigung zu Neugier und Lernbereitschaft, zeigt eine starke positive Verbindung zu den Genetikfaktoren des kristallisierten Wissens. Die Forschenden deuten das als konsistentes Muster in Richtung „experience-producing drives“: Wer offener für neue Erfahrungen ist, sucht eher Bücher, Gespräche, Bildung und kulturelle Kontexte. Solche Umwelterfahrungen können sich über die Zeit zu genau jenem erworbenen Faktenwissen akkumulieren, das in der Analyse auch mit erhöhtem genetischem Risiko für Schizophrenie, bipolare Störung und Autismus gekoppelt ist. Wichtig bleibt aber die Begrenzung: Genetische Überlappung bedeutet nicht, dass ein bestimmtes Gen automatisch zu einer Diagnose führt oder dass eine hohe genetische Anfälligkeit gleichzeitig „mehr Intelligenz“ garantiert.

Damit liefert die Studie vor allem eine präzisere Methodik für zukünftige Arbeiten. Sie macht klar, warum frühere genetische Analysen, die Kognition als breite Kategorie betrachteten, Unterschiede in den Denkdomänen überdecken konnten. Gleichzeitig stellt der Datensatz eine Einschränkung dar, weil die Analysen vollständig auf Personen europäischer Abstammung basieren; ob sich die Muster 1:1 auf andere ancestrale Hintergründe übertragen lassen, bleibt offen. Spannend ist zudem die Evolutionsthematik: Die Forschenden verweisen auf das Konzept der antagonistischen Pleiotropie, bei der genetische Varianten einerseits Vulnerabilität erhöhen können, andererseits aber auch kognitive oder verhaltensbezogene Vorteile mitbringen. Wie stark solche Effekte tatsächlich über die Zeit zugenommen haben, lässt sich erst mit weitergehenden, etwa durch Archäogenetik gestützten Analysen direkt prüfen.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Genetik von Schizophrenie und Bipolarer Störung: KI unterscheidet Denktypen - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Genetik von Schizophrenie und Bipolarer Störung: KI unterscheidet Denktypen".
Stichwörter Adhs AI Alzheimer Artificial Intelligence Autismus Bildungsgrad Bipolare Störung Fluides Denken Genetik Intelligenz KI Kognition Kristallisiertes Wissen Künstliche Intelligenz Neuropsychiatrie Reaktionszeit Schizophrenie Statistische Genetische Analyse
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Genetik von Schizophrenie und Bipolarer Störung: KI unterscheidet Denktypen" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Genetik von Schizophrenie und Bipolarer Störung: KI unterscheidet Denktypen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Genetik von Schizophrenie und Bipolarer Störung: KI unterscheidet Denktypen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    709 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs