FRANKFURT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Aktien des Verpackungsherstellers Gerresheimer erlebten am Freitag einen dramatischen Kurssturz, nachdem bekannt wurde, dass die Beteiligungsgesellschaft KKR das Bieterkonsortium verlassen hat.

Die Gerresheimer-Aktie geriet am Freitag stark unter Druck, als sich die Nachricht verbreitete, dass KKR, eine der führenden Beteiligungsgesellschaften, das Bieterkonsortium für eine mögliche Übernahme des Unternehmens verlassen hat. Diese Entwicklung führte zu einem Kursrutsch von bis zu 14 Prozent, was die Aktie auf ein neues Tief seit Oktober 2022 drückte. Der Rückzug von KKR, der zusammen mit Warburg Pincus ein Konsortium gebildet hatte, wurde von der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise berichtet.
Bereits seit Mitte März gab es Anzeichen dafür, dass andere Interessenten aus dem Rennen um die Übernahme von Gerresheimer ausgestiegen sind. Analysten von Keybanc äußerten sich skeptisch hinsichtlich eines möglichen Verkaufspreises und der Hürden, die eine solche Transaktion mit sich bringen könnte. Die DZ Bank reagierte auf die jüngsten Entwicklungen, indem sie Gerresheimer von ihrer Liste der ‘Equity Long Ideas’ strich, was die Aktie weiter unter Druck setzte.
Im Februar hatte es noch Spekulationen über einen möglichen Gebotspreis von rund 90 Euro je Aktie gegeben, was die Aktie damals auf bis zu 85 Euro steigen ließ. Doch die jüngsten Entwicklungen haben diese Übernahmefantasien zunichtegemacht, und der Kurs hat mittlerweile ein Drittel seines Wertes seitdem verloren. Analysten von Kepler Cheuvreux tauschten Gerresheimer auf ihrer Liste der deutschen ‘Top Picks’ gegen Infineon aus, um das Risiko einer gescheiterten Übernahme zu minimieren.
Ein Börsianer erklärte, dass die Aussichten für Gerresheimer kurzfristig schlechter erscheinen, sollte das Interesse der Finanzinvestoren nach einer genaueren Prüfung der Geschäftsbücher weiter sinken. Dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer für die Anleger: Warburg Pincus führt laut Berichten weiterhin Gespräche, was die Möglichkeit einer Übernahme nicht vollständig ausschließt.
Die Gerresheimer-Aktie, die zu Spitzenzeiten im Jahr 2023 auf einem Rekordniveau von 120 Euro gehandelt wurde, hat seitdem erheblich an Wert verloren. Die Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens und die Möglichkeit einer Übernahme zu einem attraktiven Preis bleibt bestehen, während die Anleger auf weitere Entwicklungen warten.

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