LONDON (IT BOLTWISE) – Neue Satellitendaten zeigen, dass die Jahreszeiten auf der Erde nicht mehr synchron verlaufen. Diese Entdeckung könnte weitreichende Auswirkungen auf Ökosysteme und die Biodiversität haben. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass in bestimmten Regionen die saisonalen Wachstumszyklen von Pflanzen stark variieren, was zu einer genetischen Diversifizierung führen könnte.

Die Vorstellung, dass die Jahreszeiten auf der Erde in einem festen Rhythmus ablaufen, wird durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse in Frage gestellt. Eine kürzlich in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass die saisonalen Wachstumszyklen von Pflanzen in vielen Regionen der Welt nicht mehr synchron verlaufen. Diese Entdeckung basiert auf der Analyse von Satellitendaten, die über zwei Jahrzehnte gesammelt wurden.
Die Forscher haben herausgefunden, dass es sogenannte ‘Hotspots’ der saisonalen Asynchronie gibt, in denen die Wachstumszyklen von Pflanzen in benachbarten Gebieten stark variieren. Besonders betroffen sind mediterrane Klimazonen wie Kalifornien, Chile und Südaustralien, wo die Wachstumszyklen der Wälder sich um etwa zwei Monate von denen der benachbarten Trockengebiete unterscheiden.
Diese Unterschiede in den saisonalen Zyklen könnten erhebliche ökologische und evolutionäre Konsequenzen haben. In Regionen mit hoher Biodiversität könnten die asynchronen Wachstumszyklen dazu führen, dass sich die Fortpflanzungszyklen von Pflanzen und Tieren nicht mehr überschneiden. Dies könnte langfristig zu einer genetischen Diversifizierung und möglicherweise zur Entstehung neuer Arten führen.
Die Auswirkungen dieser Entdeckung sind weitreichend. Sie betreffen nicht nur die Ökologie und Evolution, sondern auch wirtschaftliche Aspekte wie die Landwirtschaft. In Kolumbien beispielsweise zeigen die Satellitendaten, dass die Erntezyklen von Kaffee in verschiedenen Regionen stark variieren, was erhebliche Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft haben könnte.

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