Der 30-Tage-Plan: ChatGPT und Künstliche Intelligenz im Alltag erfolgreich nutzen!Angebot abrufen!

LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie zeigt, dass kognitive Neubewertung (Reappraisal) bei autistischen Kindern und Jugendlichen die Aktivität in sensorischen Hirnarealen messbar reduziert. In einem fMRT-Experiment ließ sich die Reaktivität auf unangenehme Berührungsreize insbesondere in der somatosensorischen Rinde sowie in der Insula dämpfen. Auffällig ist jedoch: Die subjektiven Unwohlseins-Wertungen blieben bei vielen Teilnehmenden zunächst ähnlich, während der Effekt im Gehirn klarer sichtbar war als auf der Antwortskala. Damit rückt die mentale Strategie als möglicher Baustein für Therapieansätze in den Fokus, aber auch die Frage nach Trainingsdauer und Alltagstransfer.

Kognitive Reappraisal senkt Gehirnaktivität bei sensorischer Überempfindlichkeit
Kognitive Reappraisal senkt Gehirnaktivität bei sensorischer Überempfindlichkeit (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Sensorische Überempfindlichkeit gehört bei vielen autistischen Kindern und Jugendlichen zu den belastendsten Alltagsthemen. Alltagsreize wie kratzende Etiketten oder ein gleichförmiger Hintergrundsound können dann nicht nur als unangenehm erlebt werden, sondern starke Stress- und Reaktionsketten auslösen. Genau an dieser Stelle setzt die neue Arbeit an: Sie prüft, ob eine einfache kognitive Umdeutung, also das bewusste Neurahmen eines Reizes, die messbare Gehirnaktivität in sensorischen Arealen absenken kann. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Journal of Child Psychology and Psychiatry veröffentlicht.

Das Studiendesign ist inhaltlich klar: Teilnehmende erhielten vor dem Scan eine kurze Anleitung, wie sie Reize gedanklich anders einordnen sollen. Anschließend wurden im fMRT während zweier Bedingungen unangenehme Berührungsreize präsentiert – mit Geräuschunterdrückung durch Kopfhörer und zusätzlichem Gehörschutz, um die Scannerumgebung kontrollierter zu machen. Das Experiment unterschied zwischen „React“, bei dem die Empfindung natürlich erlebt werden sollte, und „Reappraise“, bei dem die Kinder sich an eine objektiv berichtende Haltung anlehnen und die Textur wie ein Nachrichtenreporter beschreiben sollten. Die Auswahl der Materialien – künstliches Gras und kratziges Wollmaterial – erlaubte dabei einen direkten Vergleich der Reaktionen auf zwei unangenehmkeitsverschiedene Oberflächen.

Die Effekte im Gehirn waren dabei differenziert und liefern einen wichtigen Mechanismus-Hinweis. Obwohl sich in den Selbstauskünften zur gefühlten Unangenehmkeit zwischen den Bedingungen bei den autistischen Teilnehmenden zunächst keine statistisch signifikante Veränderung zeigte, fanden die Forschenden neuronale Unterschiede: Beim Reappraisal sank bei autistischen Jugendlichen die Aktivität in der somatosensorischen Kortexregion, die Berührungsreize verarbeitet, sowie in der Insula, die sensorische und körperbezogene Signale zusammenführt. Zudem tauchte ein verwandter Befund auch im auditiven System auf: Obwohl im Kern Berührungsreize auf den Arm gegeben wurden, zeigten autistische Teilnehmende beim Reappraisal eine reduzierte Aktivität in der primären auditorischen Kortex gegenüber dem React-Zustand – ein Muster, das die Autoren plausibel mit dem „objektiveren“ Fokus und damit einer besseren Filterung der lauten mechanischen Scannerumgebung in Verbindung bringen.

Damit fügt sich das Ergebnis in einen größeren Forschungsstrang ein: Mehrere Vorarbeiten legen nahe, dass bei sensorischer Überempfindlichkeit die Kopplung zwischen „oben“ (präfrontale Regulation) und „unten“ (primäre sensorische Verarbeitung) weniger effizient sein kann. Eine frühere Bildgebungsstudie zeigte beispielsweise bei autistischen Kindern erhöhte Aktivität in primären sensorischen Bereichen und auch in der Amygdala, also in Strukturen, die mit Bedrohungs- und Emotionsverarbeitung verknüpft sind. In JAMA Psychiatry wurde zudem beschrieben, wie aversive Reize die sensorische Schaltlogik antreiben können. Aufbauend darauf wird in der aktuellen Arbeit gerade nicht nur die „Reizantwort“ betrachtet, sondern gezielt getestet, ob das Aktivieren präfrontaler Regulierungsprozesse über kognitive Neubewertung die sensorische Überaktivierung dämpft.

Interessant ist auch, dass die präfrontale Aktivierung im Gesamtergebnis nicht bei jeder Gruppe gleich stark „sichtbar“ wurde. Die dorsomediale präfrontale Region zeigte bei typischer Entwicklung im Reappraisal eine Zunahme, während dies in der autistischen Gruppe insgesamt kein klar signifikantes Muster ergab. Gleichzeitig fanden sich Hinweise auf Aktivitätsänderungen in orbitofrontalen Arealen, einschließlich eines seitenspezifischen Rückgangs rechts bei autistischen Teilnehmenden – was die Autoren als potenziell effizientere Suppression rechtsseitiger Verarbeitung interpretieren, um linksseitige Regulation für Sprache oder die Einordnung der Reize zu priorisieren. Zudem variierte die Wirksamkeit innerhalb der autistischen Gruppe mit der Schwere der sensorischen Symptome: Teilnehmende mit mildere Überempfindlichkeit zeigten größere Reduktionen in sensorischen Arealen, während bei stärker Betroffenen neben kleineren sensorischen Dämpfungen eher Zunahmen in frontalen Kontrollbereichen zu sehen waren.

Damit entsteht ein realistisches Bild für die Praxis: Das Gehirn kann bei Reappraisal offenbar bereits kurzfristig herunterregulieren, die gefühlte Unangenehmheit jedoch folgt nicht zwangsläufig in gleicher Geschwindigkeit. Diese Diskrepanz passt auch zu dem, was man aus der klinischen Emotionsregulation kennt: Viele Strategien benötigen Wiederholung und Übung, bevor sich subjektive Bewertungen und Alltagsreaktionen zuverlässig verschieben. Die Autoren weisen daher selbst auf Limitationen hin, etwa auf die kurze Trainingszeit vor dem Scan und darauf, dass einige Teilnehmende wegen Kopfbewegungen im Scanner ausgeschlossen wurden. Außerdem gilt: Eingeschlossen waren Kinder mit ausreichend kognitiven und sprachlichen Voraussetzungen, um Anweisungen zu verstehen und mündlich bzw. verlässlich zu reagieren – damit lassen sich die Befunde nicht direkt auf alle Autismus-Profile übertragen.

Für den Markt der Therapieansätze ist die Botschaft trotzdem klar genug, um Aufmerksamkeit zu verdienen. Kognitive Umdeutung wirkt hier wie ein „mentaler Regler“ über die Bewertungsebene, statt ausschließlich über sensorische Exposition zu versuchen, Unbehagen zu reduzieren. Wenn sich das Konzept in Studien außerhalb des fMRT-Bereichs mit mehrwöchigem Training bestätigt, könnte es als Ergänzung in Programmen der kognitiven Verhaltenstherapie oder in spezialisierten Skills-Trainings sinnvoll werden – insbesondere für Zielgruppen, die bereits mit sprachbasierten Strategien arbeiten können. Gleichzeitig bleibt die Kernfrage offen, wie schnell und wie stabil der Transfer in den Alltag gelingt: Das Experiment zeigt eine neuronale Richtung, aber es braucht nun Verlaufsdaten, um aus „gemessener Dämpfung“ eine verlässliche Entlastung in realen Situationen zu machen.

💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.

Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Kognitive Reappraisal senkt Gehirnaktivität bei sensorischer Überempfindlichkeit - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Kognitive Reappraisal senkt Gehirnaktivität bei sensorischer Überempfindlichkeit".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Autismus Emotion Regulation Fmri Gehirn Geist Insula KI Kognitive Umdeutung Künstliche Intelligenz Neuroimaging Neurologie Neuroscience Neurowissenschaften Präfrontale Rinde Sensorische überempfindlichkeit Somatosensorische Rinde
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

Borsa-Istanbul-Chef wegen Bestechung festgenommen: Fonds-Krise verschärft sich


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Kognitive Reappraisal senkt Gehirnaktivität bei sensorischer Überempfindlichkeit" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Kognitive Reappraisal senkt Gehirnaktivität bei sensorischer Überempfindlichkeit" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Kognitive Reappraisal senkt Gehirnaktivität bei sensorischer Überempfindlichkeit« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    1.066 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Schutz gegen Hacker #Sophos
    Filme über KI #AmazonPrime
    Das ChatGPT-Handbuch #Bestseller
    KI-Jobs