BRÜSSEL / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Nato-Staaten in Europa und Kanada planen in diesem Jahr eine weniger starke Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben als im Vorjahr. Während die Ausgaben 2022 um 18,6 Prozent stiegen, wird für 2023 ein Anstieg von 15,9 Prozent erwartet. Die USA bleiben mit ihren Ausgaben weiterhin führend, was die ungleiche Verteilung innerhalb der Nato verdeutlicht.

Die Verteidigungsausgaben der europäischen Nato-Staaten und Kanadas werden in diesem Jahr voraussichtlich langsamer wachsen als im Vorjahr. Nach aktuellen Schätzungen wird ein Anstieg um 15,9 Prozent auf 559 Milliarden US-Dollar erwartet, was etwa 479 Milliarden Euro entspricht. Im Vergleich dazu stiegen die Ausgaben im vergangenen Jahr um 18,6 Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass die europäischen Nato-Staaten und Kanada weiterhin hinter den USA zurückbleiben, deren Verteidigungsausgaben in diesem Jahr auf etwa 845 Milliarden US-Dollar geschätzt werden.
Ein Sprecher der Nato erklärte, dass für Deutschland aufgrund der unklaren Haushaltslage bisher nur Ausgaben in Höhe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts eingeplant wurden. Diese Zahl könnte sich jedoch ändern, sobald der Bundeshaushalt für das laufende Jahr verabschiedet wird und Berlin neue, höhere Zahlen vorlegt. Dies könnte die Differenz zu den USA etwas verringern, bleibt jedoch ein Zeichen für die ungleiche Verteilung der Verteidigungsausgaben innerhalb der Nato.
Bereits im Juni hatte Nato-Generalsekretär Mark Rutte bekannt gegeben, dass alle Mitgliedstaaten, mit Ausnahme von Island, in diesem Jahr mindestens zwei Prozent ihres BIP für Verteidigung ausgeben wollen. Diese Zielvorgabe wurde 2014 vereinbart und wird nun mit einem Jahr Verspätung erreicht. Dennoch bleibt der Druck auf die Nato-Staaten hoch, da beim Gipfeltreffen Ende Juni unter dem Einfluss von US-Präsident Donald Trump beschlossen wurde, künftig mindestens 3,5 Prozent des nationalen BIP in Verteidigung zu investieren.
Zusätzlich zu den Verteidigungsausgaben sollen weitere 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Ausgaben, wie Infrastruktur, bereitgestellt werden. Insgesamt soll so eine Quote von fünf Prozent erreicht werden. Diese ambitionierten Ziele zeigen, dass die Nato-Staaten weiterhin gefordert sind, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen, um den Anforderungen und Erwartungen gerecht zu werden. Die Diskussion über die Verteilung der Lasten innerhalb der Nato wird somit auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen.

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