NEW YORK CITY / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie zeigt, dass Beta-Blocker, die seit Jahrzehnten als Standardbehandlung nach einem Herzinfarkt eingesetzt werden, für viele Frauen mehr Schaden als Nutzen bringen könnten. Insbesondere Frauen mit normaler Herzfunktion sind einem erhöhten Risiko für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle ausgesetzt, wenn sie diese Medikamente einnehmen.

Eine neue Studie hat die Wirksamkeit von Beta-Blockern, die seit Jahrzehnten als Standardbehandlung nach einem Herzinfarkt eingesetzt werden, in Frage gestellt. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass diese Medikamente für viele Frauen mehr Risiken als Vorteile bergen könnten. Insbesondere Frauen mit einer normalen Herzfunktion, gemessen an der linksventrikulären Ejektionsfraktion, sind einem erhöhten Risiko für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle ausgesetzt, wenn sie Beta-Blocker einnehmen.
Die Studie, die im European Heart Journal veröffentlicht wurde, zeigt, dass Frauen mit einer Ejektionsfraktion über 50% nach einem Herzinfarkt, die mit Beta-Blockern behandelt wurden, signifikant häufiger einen weiteren Herzinfarkt erlitten oder wegen Herzinsuffizienz ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Diese Frauen hatten fast dreimal so hohe Sterberaten im Vergleich zu Frauen, die keine Beta-Blocker erhielten. Diese Ergebnisse wurden auch auf dem Europäischen Kardiologiekongress in Madrid vorgestellt.
Dr. Valentin Fuster, der leitende Autor der Studie, betont, dass diese Erkenntnisse die internationalen klinischen Richtlinien zur Verwendung von Beta-Blockern bei Männern und Frauen grundlegend verändern könnten. Er fordert eine geschlechtsspezifische Herangehensweise an die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Studie ist Teil der größeren klinischen REBOOT-Studie, die 8.505 Männer und Frauen in Spanien und Italien über fast vier Jahre hinweg beobachtete.
Die Ergebnisse werfen Fragen über die Notwendigkeit auf, Beta-Blocker weiterhin als Standardbehandlung für Patienten mit normaler Herzfunktion nach einem Herzinfarkt zu verwenden. Fortschritte in der medizinischen Behandlung, wie der sofortige Einsatz von Stents und Blutverdünnern, könnten die Rolle von Beta-Blockern in der modernen Kardiologie überflüssig machen. Dennoch bleibt die Verwendung von Beta-Blockern bei Patienten mit einer Ejektionsfraktion unter 40% aufgrund ihrer Fähigkeit, Herzrhythmusstörungen zu beruhigen, weiterhin Standard.

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