LAUSANNE (IT BOLTWISE) – Die Schweizer Insolight hat Solarmodule mit erheblich gesteigertem Wirkungsgrad entwickelt. Der Kunstgriff besteht in der Verwendung sehr kleiner, aber höchst effizienter Solarzellen, die sonst in der Raumfahrt verwendet werden. Auf diese kleinen Zellen wird das Sonnenlicht mit großen Linsen fokussiert.

In den Solarpaneln von Insolight werden die teuren Edel-Zellen durch ihre geringen Abmessungen erschwinglich. Die verwendeten Sammellinsen konzentrieren das einfallende Licht auf die kleinen Flächen der Solarzellen. Diese optische Schicht besteht aus einem Kunststoff, der mechanisch hoch belastbar und unempfindlich für UV-Strahlung ist.

Konventionelle Solarpanels werden häufig mit Nachführvorrichtungen ausgestattet, die die Panels dem Sonnenstand entsprechend schwenken, um die höchstmögliche Lichtausbeute zu erzielen. Insolight dagegen setzt auf verfahrbare Solarzellen, die hinter der optisch wirksamen Linsenschicht verschoben werden. So bleiben sie ebenfalls in der optimalen Position gegenüber der Sonneneinstrahlung.

Im Labormaßstab haben solche Solarmodule laut Insolight schon Wirkungsgrade bis 38 Prozent erreicht. Für kommende Module für Endverbraucher erwartet man etwa 30 Prozent. Zum Vergleich: Die bislang üblichen Module erreichen in der Regel 15 bis 18 Prozent Wirkungsgrad. Laut CTO und Mitgründer Mathieu Ackermann lassen sich die Solarmodule von Insolight auf üblichen Fertigungsstraßen produzieren. Nachdem die Technik mehrere Pilotversuche anstandslos bestanden hat, verhandeln die Schweizer nun über eine Serienfertigung. Der Markteintritt wird für 2022 erwartet.

Die Solarpanels von Insolight sollen um 30 Prozent Wirkungsgrad erreichen.
Die Solarpanels von Insolight sollen um 30 Prozent Wirkungsgrad erreichen. (Bild: Insolight)




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