SHANGHAI / LONDON (IT BOLTWISE) – Der chinesische Online-Handelsriese PDD verzeichnet ein beeindruckendes Umsatzwachstum, obwohl die Gewinne zurückgehen. Mit aggressiven Rabattaktionen und einer verstärkten Fokussierung auf lokale Lieferanten in den USA versucht das Unternehmen, den Herausforderungen durch hohe Zölle und starke Konkurrenz zu begegnen.

Der chinesische Online-Handelsgigant PDD hat im zweiten Quartal ein bemerkenswertes Umsatzwachstum von sieben Prozent erzielt, was einem Gesamtumsatz von umgerechnet 12,42 Milliarden Dollar entspricht. Diese beeindruckende Leistung wurde durch aggressive Rabattaktionen ermöglicht, die eine Vielzahl neuer Kunden auf die Plattform lockten. Trotz dieser positiven Entwicklung sank das Nettoergebnis um fünf Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar, was auf die hohen Kosten der Rabattstrategie zurückzuführen ist.
Die Börse reagierte jedoch positiv auf die Umsatzsteigerung, und die in den USA gelisteten Aktien von PDD stiegen im vorbörslichen Handel um fast zwölf Prozent. Investoren scheinen darauf zu setzen, dass die langfristige Sicherung von Marktanteilen wichtiger ist als kurzfristige Gewinnmargen. Diese Strategie könnte sich als klug erweisen, da PDD in einem intensiven Preiskampf mit Rivalen wie Alibaba und JD.com steht, die ebenfalls um die Vorherrschaft im chinesischen Online-Handel kämpfen.
Ein weiteres Hindernis für PDD sind die hohen Einfuhrzölle in den USA, die das Auslandsgeschäft erschweren. Besonders die Billigtochter Temu ist davon betroffen, da sie bisher stark auf Direktimporte aus China gesetzt hat. Um die Zolllast zu senken, setzt PDD nun verstärkt auf lokale Lieferanten in den USA. Diese Strategie bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich, wie etwa die Sicherstellung der Produktqualität und das Management der Lieferketten, was die Kostenvorteile schmälern könnte.
Im Ausland trifft Temu auf starke Konkurrenz durch Amazon, das mit seiner überlegenen Logistik und treuen Prime-Kundschaft eine erhebliche Herausforderung darstellt. Obwohl Temu mit extrem günstigen Angeboten punktet, bleiben Fragen zu Lieferzeiten, Produktsicherheit und Nachhaltigkeit bestehen. Analysten warnen, dass niedrige Preise allein nicht ausreichen werden, um Amazon in den USA oder etablierte Anbieter in Europa langfristig zu verdrängen. Entscheidend wird sein, ob PDD sein Geschäftsmodell profitabel skalieren kann, ohne dass die Rabattschlacht mehr Substanz kostet, als sie bringt.

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