WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Der globale Wettlauf um Seltene Erden zwischen den USA und China spitzt sich zu. Während China seine Dominanz in der Produktion dieser kritischen Rohstoffe ausbaut, intensivieren die USA ihre Bemühungen, die Abhängigkeit zu verringern. Diese geopolitische Spannung eröffnet westlichen Unternehmen neue Chancen, insbesondere für australische Firmen wie St. George Mining.

Der globale Markt für Seltene Erden ist zu einem zentralen Schauplatz geopolitischer Spannungen zwischen den USA und China geworden. Diese Rohstoffe sind entscheidend für die Herstellung fortschrittlicher Technologien, von Smartphones bis hin zu Elektrofahrzeugen. China kontrolliert derzeit etwa 60 Prozent der weltweiten Produktion und hält bei der Verarbeitung einen Marktanteil von rund 90 Prozent. Diese Dominanz gibt China erheblichen Einfluss auf die globale Lieferkette.
In den USA hat die Regierung unter Joe Biden Maßnahmen ergriffen, um die Abhängigkeit von chinesischen Seltenen Erden zu reduzieren. Handelsbeschränkungen und Investitionen in heimische Projekte sind Teil dieser Strategie. Ein prominentes Beispiel ist das Mountain Pass Projekt in Nevada, das von MP Materials betrieben wird. Trotz dieser Anstrengungen bleibt die Herausforderung groß, da eine einzelne Mine den gesamten Bedarf der USA nicht decken kann.
Australische Unternehmen wie St. George Mining sehen in dieser Situation eine Chance. Das Unternehmen hat bedeutende Fortschritte bei seinem Araxá-Projekt in Brasilien gemacht, das nicht nur reich an Seltenen Erden, sondern auch an Niobium ist. Diese Entwicklungen haben das Vertrauen von Investoren gestärkt, die auf steigende Aktienkurse setzen. Analysten prognostizieren optimistische Kursziele, was die Investition in solche Unternehmen zunehmend attraktiv macht.
Die geopolitische Dynamik hat auch Auswirkungen auf Europa und Nordamerika, wo die Produktion von Technologien, die auf Seltene Erden angewiesen sind, unter Druck steht. Chinas strikte Exportregulierungen haben bereits spürbare Effekte gezeigt. Diese Entwicklungen zwingen westliche Nationen, ihre Strategien zu überdenken und alternative Lieferketten zu entwickeln, um die Abhängigkeit von China zu verringern.
Insgesamt zeigt sich, dass der Wettlauf um Seltene Erden nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein strategisches Thema ist. Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, wie sich die Machtverhältnisse in diesem Bereich entwickeln. Unternehmen, die in der Lage sind, innovative Lösungen zu bieten und neue Vorkommen zu erschließen, könnten von dieser Dynamik erheblich profitieren.

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