BAD VILBEL / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Arzneimittelhersteller Stada plant einen erneuten Anlauf für einen Börsengang in Frankfurt. Nachdem die Pläne im Frühjahr aufgrund von Marktunsicherheiten verschoben wurden, soll der Gang an die Börse nun im Herbst erfolgen. Stada könnte dabei mit rund zehn Milliarden Euro bewertet werden, was es zu einem der größten Börsengänge in Europa in diesem Jahr machen würde.

Der Arzneimittelhersteller Stada aus Bad Vilbel plant einen erneuten Anlauf für einen milliardenschweren Börsengang in Frankfurt. Nachdem die Pläne im Frühjahr aufgrund der volatilen Marktlage und der Zolldrohungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump verschoben wurden, sieht das Unternehmen nun bessere Rahmenbedingungen für einen Börsengang im Herbst. Stada-CEO Peter Goldschmidt betont, dass das stabilere Marktumfeld und die geringe Abhängigkeit vom US-Geschäft vorteilhaft sind.
Stada, bekannt für Produkte wie Grippostad und Silomat, könnte bei einem Börsengang mit rund zehn Milliarden Euro bewertet werden. Dies würde den Pharmakonzern zu einem der größten Börsengänge in Europa in diesem Jahr machen und möglicherweise einen Platz im MDAX sichern. Der Börsengang soll in Kürze formell angekündigt werden, wobei die Deutsche Bank als Berater fungiert.
Die Eigentümer von Stada, die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven, hatten das Unternehmen 2017 für 5,3 Milliarden Euro übernommen und später von der Börse genommen. Nun suchen sie nach einem Ausstieg, wobei der Börsengang eine attraktive Option darstellt. Die genaue Anzahl der Anteile, die beim Börsengang verkauft werden könnten, ist noch nicht bekannt.
Im ersten Halbjahr profitierte Stada von einem Wachstum im Bereich der Spezialmedikamente, während das Geschäft mit rezeptfreien Arzneien aufgrund einer schwachen Erkältungssaison stagnierte. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um sechs Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, während der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um fünf Prozent auf 481 Millionen Euro zunahm.
Stada hat in den letzten Jahren durch eine Reihe von Übernahmen expandiert, was jedoch zu einer Verschuldung von rund 5,7 Milliarden Euro führte. Um für Investoren attraktiver zu werden, hat das Unternehmen sein Russlandgeschäft abgespalten. Ein erfolgreicher Börsengang könnte die Verschuldung laut Goldschmidt etwa halbieren.

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