LONDON (IT BOLTWISE) – Eine systematische Auswertung von 49 Bildgebungsstudien verbindet eine COVID-19-Infektion mit breit angelegten Veränderungen an Hirnstruktur und -funktion. Besonders betroffen sind Areale, die Gedächtnis, Emotion und exekutive Kontrolle steuern. Die Arbeit diskutiert sowohl strukturelle Hinweise wie eine reduzierte graue Substanz als auch funktionelle Muster in der Ruhe- und Aktivitätsnetzwerkdynamik. Gleichzeitig machen die Autoren deutlich, dass die Datenbasis vor allem Momentaufnahmen ohne präzise Vorher-Messungen bleibt.

Studie: COVID-19 verändert Hirnstruktur und -funktion großflächig
Studie: COVID-19 verändert Hirnstruktur und -funktion großflächig (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Eine neue systematische Übersichtsarbeit ordnet das anhaltende Beschwerdebild vieler COVID-19-Patienten aus Sicht der Bildgebung neu ein: Statt nur unspezifischer Symptome wie „Brain Fog“ oder Müdigkeit zu listen, verknüpfen die Forschenden die Berichte mit messbaren Veränderungen in Struktur- und Funktionsparametern des Gehirns. Die Studie aggregiert Ergebnisse aus 49 zuvor veröffentlichter MRI-Studien und beschreibt dabei ein wiederkehrendes Muster von Auffälligkeiten, das über einzelne Einzelfälle hinausgeht. Veröffentlicht wurde die Arbeit in Cerebral Cortex.

Technisch betrachtet bauen die Autorinnen und Autoren ihr Bild auf mehreren Bildgebungsverfahren auf, die unterschiedliche Ebenen der Hirnphysiologie sichtbar machen. Für Strukturfragen unterscheiden sie zwischen grauer Substanz als dem Bereich mit neuronalen Zellkörpern und weißer Substanz, die vor allem aus Faserbahnen besteht und entfernte Verarbeitungszentren verbindet. Ergänzend kommen funktionelle Verfahren hinzu: Ruhe- und Aktivitätsmessungen, die je nach Protokoll Blutfluss oder Sauerstoffverfügbarkeit sowie spontane Aktivitätsmuster abbilden. Diese Kombination ist wichtig, weil strukturelle Schäden nicht automatisch erklären, warum sich Netzwerkdynamik und Aufgabenerfüllung trotz äußerlich ähnlicher „Standardbilder“ verändern können.

In der zusammengeführten Auswertung zeigen sich die häufigsten strukturellen Hinweise in mehreren kognitiv relevanten Regionen. Besonders oft berichten die Studien über Veränderungen im Frontallappen, der mit Entscheidungen und kognitiver Kontrolle in Verbindung steht. Auch Temporallappen und Parietallappen, also Areale, die an Sinnesverarbeitung, Aufmerksamkeit und die Zuweisung visueller sowie räumlicher Aufmerksamkeit beteiligt sind, treten als wiederkehrende Betroffene auf. Dabei ordnet die Arbeit bestimmte Befunde plausibel in mögliche Funktionsfolgen ein: Wenn etwa die obere, „von oben“ steuernde Kontrolle schlechter greift, kann das zusammen mit Stress- und Belastungsmechanismen erklären helfen, weshalb einige Patientinnen und Patienten Schwierigkeiten bei Fokus, Sprache oder Aufgabensteuerung schildern.

Ein besonders aussagekräftiger Teil der Übersichtsarbeit betrifft die weiß-Substanz-Ebene. Hier nutzen die Forschenden vor allem diffusionstensorbasierte Analysen, bei denen die mikroskopische Bewegung von Wassermolekülen entlang neuronaler Fasern betrachtet wird. Auffällige Diffusionsmuster deuten in dieser Logik darauf hin, dass Schutzstrukturen an den Nervenfasern – häufig im Sinne der Myelinisierung – weniger intakt sein könnten. Bemerkenswert ist dabei, dass solche Veränderungen in den betrachteten Berichten teils auch bei Patientinnen und Patienten auftauchen, die nur milde bis moderat ausgeprägte Atemwegsverläufe hatten und bei Standarduntersuchungen der grauen Substanz zunächst unauffälliger wirkten. Das stützt die Idee, dass sich das Gehirn auch dann „mitbetroffen“ zeigen kann, wenn der sichtbare Verlauf im Atemsystem begrenzt blieb.

Neben der Struktur rücken die Autorinnen und Autoren die funktionelle Seite in den Mittelpunkt. In Ruhe während des Scans zeigen sich laut Review veränderte Synchronisations- und Kopplungsmuster zwischen Regionen; das limbische System wird dabei wiederholt als Netzwerk mit Verbindungsstörungen hervorgehoben. Weil diese tief liegenden Strukturen unter anderem bei Emotion und Gedächtnisprozessen mitwirken, lässt sich aus funktioneller Sicht eine Brücke zu klinischen Begleitbildern wie Angst, Depression oder posttraumatisch geprägter Symptomatik schlagen. Auch funktionelle Aufgabenparadigmen liefern Hinweise: Bei Working-Memory-Aufgaben beobachteten die Studien teils veränderte Aktivierungsprofile, was die Annahme unterstreicht, dass das Nervensystem Ressourcen umverteilen muss, um trotz Einschränkungen ähnliche Leistungen zu ermöglichen. Daneben wird ein spezielles Beispiel genannt: Bei anhaltendem Riechverlust berichten die Arbeiten über Störungen in einem olfaktorischen Netzwerk, die in manchen Studien zugleich mit schlechteren Resultaten in kurzfristigen verbalen Gedächtnistests zusammenhängen.

Um die Befunde einzuordnen, geht die Studie außerdem auf zerebralen Blutfluss ein. Wenn die Durchblutung in bestimmten Regionen wie Frontallappen oder Temporallappen reduziert ist, können dadurch die Lieferung von Sauerstoff und Nährstoffen sowie die Leistungsfähigkeit neuronaler Schaltkreise eingeschränkt werden. Das Review hebt zudem tief subkortikale Schaltstellen wie den Thalamus als besonders vulnerabel hervor. Solche Zentren gelten als stark metabolisch nachgefragte Relais, die sich auf das umliegende Gefäßsystem stützen; fehlt eine zusätzliche „Sicherungs“-Versorgung, kann eine reduzierte Perfusion eher spürbare Folgen zeigen. Wichtig ist allerdings: Die Autoren betonen klar, dass die meisten eingeschlossenen Studien querschnittsbasiert sind. Ohne präzise Messungen vor der Infektion bleibt offen, ob COVID-19 die beobachteten Veränderungen ursächlich ausgelöst hat oder ob individuelle Unterschiede aus der Zeit davor einen Teil der Varianz erklären könnten.

Für die weitere Forschung leiten die Ergebnisse deshalb konkrete methodische Forderungen ab. Notwendig seien unvoreingenommene, „whole-brain“ Analysen sowie längere Nachbeobachtungszeiträume, um die zeitliche Dynamik der Veränderungen besser zu kartieren – also ob Befunde stabil bleiben, sich verstärken oder wieder abklingen. Ebenso kritisch sei die Heterogenität: Die Studien mischen Patientengruppen mit akuter Infektion und später Erholung, und sie verwenden teils eng definierte Regionen statt vollständiger Gehirnscans. Solche Unterschiede können statistische Effekte verzerren oder die Interpretation erschweren. Für klinische Anwendungen heißt das: Bildgebungsbasierte Marker könnten künftig beim Stratifizieren von Verläufen helfen, aber bis Langzeitdaten vorliegen, sollte man die Befunde als starkes Indiz für ein neurobiologisches Mitbetroffensein verstehen – nicht als endgültigen Beweis für Dauerhaftigkeit im Einzelfall.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Studie: COVID-19 verändert Hirnstruktur und -funktion großflächig - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Studie: COVID-19 verändert Hirnstruktur und -funktion großflächig".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Blutfluss COVID-19 Diffusion Funktionelle-konnektion Gehirn Geist Graue-substanz Hirnstruktur KI Künstliche Intelligenz Mri Neurologie Neuroscience Neurowissenschaften Systematische-übersicht Weiße-substanz
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Studie: COVID-19 verändert Hirnstruktur und -funktion großflächig" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Studie: COVID-19 verändert Hirnstruktur und -funktion großflächig" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Studie: COVID-19 verändert Hirnstruktur und -funktion großflächig« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    887 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs