STOCKHOLM (IT BOLTWISE) – Der international tätige Caller-ID-Service Truecaller hat eine Verdreifachung des Aufkommens an Telefonspam beobachtet. War im vergangen Jahr Indien am stärksten betroffen, gab es dieses Jahr in Brasilien die meisten unerwünschten Anrufe.

Nach Beobachtung von Truecaller gab es 2018 in Brasilien durchschnittlich 37,5 Spamanrufe pro Benutzer und Monat. Der starke Anstieg gegenüber dem Vorjahr (20,7 Anrufe) sei mutmaßlich auf die diesjährigen Wahlen zurückzuführen. Auf Platz zwei und drei folgen Indien (22,3) und Chile (21,9). Die USA liegen erst auf Platz acht (Vorjahr: zwei), und Deutschland taucht auf der Liste der 20 am stärksten betroffenen Länder nicht auf.

In Brasilien ist der Anteil der Werbung dieses Jahr von 12 % auf 36 % emporgeschnellt. Massive Wahlwerbung führte zu einem starken Anstieg der störenden Anrufe. Den zweiten Platz mit 33 % nehmen die Telefongesellschaften selbst ein mit Werbung zum Beispiel für Flatrates oder Datentarife. Auf Platz 3 liegt „Scam“, also betrügerische Werbung. Weitere Anrufe entfallen auf Belästigungen (10 %) und Finanzdienstleistungen (1 %).

Laut Truecaller war gerade in Europa ein starker Anstieg des Telefonspams zu beobachten, insbesondere in Spanien (100 %), Griechenland (54,1 %) und Italien (22,7 %). Die relative Ruhe in Deutschland, wo man bislang nicht viel mehr kennt als angebliche Anrufe von „Microsoft“, muss also nicht anhalten.

An der Spitze der von Telefonspam betroffenen Länder steht dieses Jahr Brasilien. (Bild: Truecaller)




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