RIAD / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein umfassender Waffenverkauf der USA an Saudi-Arabien im Wert von 142 Milliarden US-Dollar könnte die militärische Landschaft im Nahen Osten erheblich verändern. Doch trotz des hohen Preises und der strategischen Bedeutung wird das Abkommen voraussichtlich durch die US-Verpflichtung zur Wahrung der militärischen Überlegenheit Israels eingeschränkt.
Der geplante Waffenverkauf der USA an Saudi-Arabien, der als der größte seiner Art in der Geschichte beschrieben wird, könnte die militärische Balance im Nahen Osten nachhaltig beeinflussen. Doch die US-Politik, die Israels qualitative militärische Überlegenheit (QME) schützt, stellt eine bedeutende Hürde dar. Diese Doktrin, die seit der Präsidentschaft von Lyndon B. Johnson besteht, wurde 2008 gesetzlich verankert und verpflichtet die USA, Israels Position bei Waffenverkäufen in der Region zu berücksichtigen.
Ein zentraler Punkt der Diskussionen ist der mögliche Verkauf von F-35-Kampfflugzeugen an Saudi-Arabien. Diese hochmodernen Jets, die derzeit nur von Israel in der Region betrieben werden, könnten die militärischen Fähigkeiten Saudi-Arabiens erheblich stärken. Doch Experten betonen, dass ein solcher Verkauf die US-Verpflichtung zur Wahrung der QME Israels gefährden würde. Israel hat seine F-35-Flotte individuell angepasst und verfügt über einzigartige Technologien, die seine militärische Überlegenheit sichern.
Die Trump-Administration hatte 2017 ein ähnliches Abkommen mit Saudi-Arabien angekündigt, das jedoch größtenteils aus Absichtserklärungen bestand und nicht zu einem tatsächlichen Kauf von F-35-Jets führte. Trotz der wiederholten Anfragen aus Saudi-Arabien und anderen Ländern der Region hat die USA den Verkauf dieser Flugzeuge bisher blockiert, um die militärische Dominanz Israels zu bewahren.
Der aktuelle Deal umfasst fünf Schlüsselbereiche: die Verbesserung der Luft- und Raumfahrtfähigkeiten, die Stärkung der Luft- und Raketenabwehrsysteme, die Verbesserung der maritimen und Küstensicherheit, die Modernisierung des Grenzschutzes und der Bodentruppen sowie die Aufrüstung der Informations- und Kommunikationstechnologie. Diese Maßnahmen sollen Saudi-Arabien helfen, eine aktivere Rolle auf der regionalen und globalen Bühne zu spielen.
Die geopolitischen Implikationen eines solchen Deals sind erheblich. Während Saudi-Arabien seine militärischen Ausgaben kontinuierlich erhöht hat und nun zu den fünf größten Militärausgaben der Welt zählt, bleibt die Frage offen, wie sich diese Entwicklungen auf die Beziehungen zu Israel und die Stabilität in der Region auswirken werden. Die USA stehen vor der Herausforderung, ihre strategischen Allianzen zu balancieren und gleichzeitig ihre Verpflichtungen gegenüber Israel zu erfüllen.
In der Vergangenheit haben ähnliche Waffenverkäufe zu Spannungen geführt, die nur durch zusätzliche Sicherheitsgarantien oder ergänzende Waffenverkäufe an Israel gelöst werden konnten. Der Verkauf von AWACS-Flugzeugen an Saudi-Arabien in den 1980er Jahren ist ein prominentes Beispiel dafür, wie die USA solche Herausforderungen gemeistert haben. Ob ein ähnlicher Ansatz auch diesmal erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten.
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