FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Ankündigungen aus den USA, angeführt von Präsident Donald Trump, haben den deutschen Aktienmarkt in Aufruhr versetzt. Der Dax, das Flaggschiff der deutschen Börse, erlebte einen Rückgang, während die Chemiebranche mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert ist.

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ab dem 1. August Zölle auf Importe aus der EU zu erheben, hat den Dax zu Wochenbeginn belastet. Der deutsche Leitindex fiel um 0,39 Prozent auf 24.160,64 Punkte und rutschte zeitweise unter die symbolträchtige 24.000er Marke. Diese Entwicklung folgt auf eine Phase der Gewinnmitnahmen, die bereits in der Vorwoche einsetzte, als das Jahresplus fast 24 Prozent erreichte.
Die Chemiebranche steht besonders im Fokus, da Unternehmen wie BASF und Brenntag ihre Gewinnprognosen nach unten korrigieren mussten. BASF konnte die Markterwartungen mit einer neuen Prognosespanne zwar erfüllen, was jedoch zu einem Kursverlust von 1,3 Prozent führte. Brenntag hingegen enttäuschte die Analysten mit einer Gewinnwarnung, die die Aktie um 2,7 Prozent fallen ließ.
Der MDax, der mittelgroße börsennotierte Unternehmen abbildet, verzeichnete ebenfalls einen Rückgang um 0,46 Prozent auf 31.211,23 Punkte. Flatexdegiro war ein Lichtblick im MDax mit einem Kursanstieg von 4,1 Prozent, nachdem der Online-Broker seinen Ausblick für 2025 nach einem erfolgreichen Halbjahr nach oben korrigiert hatte. Am anderen Ende des Index rutschte K+S um 4,8 Prozent ab, da der Konzern einen großen Abschreibungsbedarf festgestellt hatte.
Die EU hat auf die Zolldrohungen aus den USA reagiert. Maros Sefcovic, EU-Handelskommissar, betonte, dass der Dialog mit den USA fortgesetzt werde. Sollte jedoch keine Einigung erzielt werden, sei die EU bereit, mit Gegenzöllen zu antworten. Marktbeobachter Andreas Lipkow kommentierte, dass eine Eskalation vermieden werden solle, jedoch ohne Entgegenkommen.
Im SDax sanken die Aktien von Secunet um 6,3 Prozent, nachdem Anleger enttäuscht waren, dass das beeindruckende erste Halbjahr hauptsächlich auf ein starkes Anfangsquartal zurückzuführen war. Analystenstimmen beeinflussten ebenfalls die Kursentwicklung: Renk stieg nach einer Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux um 4,3 Prozent, während United Internet an der MDax-Spitze mit einem Anstieg von 4,4 Prozent stand.
Der EuroStoxx 50 der Eurozone gab um 0,23 Prozent nach. Außerhalb der Eurozone gab es uneinheitliche Bewegungen: Der schweizerische SMI blieb unverändert, während der FTSE 100 in London um 0,6 Prozent zulegte. Der Dow Jones Industrial in den USA blieb nahezu stabil.

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