SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – OpenAI steht vor einer bedeutenden Umstrukturierung, die durch laufende Verhandlungen mit Microsoft über exklusive Technologiezugänge und geistige Eigentumsrechte verzögert wird. Die Gespräche könnten sich bis ins nächste Jahr ziehen, da beide Unternehmen versuchen, einen Kompromiss zu finden, der neue Partnerschaften ermöglicht, während die umstrittene AGI-Klausel weiterhin ein zentrales Hindernis darstellt.

OpenAI plant eine umfassende Umstrukturierung, die jedoch aufgrund von Verhandlungen mit Microsoft über exklusive Technologiezugänge und geistige Eigentumsrechte ins nächste Jahr verschoben werden könnte. Diese Gespräche sind entscheidend, da sie über Milliardeninvestitionen und eine mögliche Börsennotierung von OpenAI entscheiden werden. Microsoft, als Großinvestor, hat bereits über 13 Milliarden Dollar in das Unternehmen investiert und strebt einen Anteil von 30 bis 35 Prozent an, abhängig vom Ausgang der Verhandlungen.
Ein zentraler Punkt der Diskussionen ist Microsofts exklusiver Zugang zur OpenAI-Technologie über die Azure-Plattform. OpenAI möchte jedoch zusätzliche Partnerschaften mit anderen großen Anbietern wie Google und Amazon Web Services eingehen, um die API-Einnahmen zu steigern, die derzeit etwa ein Viertel des jährlichen Umsatzes von 12 Milliarden Dollar ausmachen. Ein möglicher Kompromiss könnte darin bestehen, dass nur bestimmte Regierungsaufträge außerhalb von Azure abgewickelt werden.
Die Frage des geistigen Eigentums bleibt ebenfalls heikel. Microsoft fordert umfassenden Einblick in die zukünftige Modellentwicklung, während OpenAI den Zugriff einschränken möchte. Besonders umstritten ist die sogenannte AGI-Klausel, die OpenAI das Recht einräumt, Microsofts Zugang zu geistigem Eigentum einzuschränken, sobald eine „artificial general intelligence“ erreicht wird. Microsoft-CEO Satya Nadella strebt die Streichung dieser Klausel an, doch OpenAI sieht sie als zentrales Druckmittel.
Parallel zu den Verhandlungen mit Microsoft laufen Gespräche mit anderen Anteilseignern sowie den Generalstaatsanwälten in Kalifornien und Delaware, die die geplante Umwandlung in eine Aktiengesellschaft begleiten müssen. Trotz der offenen Fragen ist die Nachfrage nach Anteilen hoch: Ein Sekundärverkauf könnte OpenAI mit 500 Milliarden Dollar bewerten, weit über den 300 Milliarden Dollar der letzten Finanzierungsrunde.

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