LONDON (IT BOLTWISE) – Die Nutzung von KI-Chatbots wie ChatGPT und anderen wird immer alltäglicher, doch Experten warnen vor den Risiken der Preisgabe sensibler Informationen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die meisten Anbieter Nutzerdaten zur Verbesserung ihrer Modelle verwenden, was potenzielle Datenschutzprobleme mit sich bringt.

Die zunehmende Verbreitung von KI-Chatbots wie ChatGPT, Gemini und Claude hat viele Menschen dazu veranlasst, diese Technologien in ihren Alltag zu integrieren. Eine Umfrage der Elon University zeigt, dass bereits die Hälfte der Amerikaner diese Systeme nutzt. Doch während diese Tools bei alltäglichen Aufgaben wie dem Verfassen von E-Mails oder der Vorbereitung auf Arztbesuche hilfreich sein können, ist Vorsicht geboten, wenn es um die Preisgabe persönlicher Informationen geht.
Eine Studie des Stanford Institute for Human-Centered AI hat die Datenschutzrichtlinien führender US-amerikanischer KI-Chatbot-Entwickler untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass alle untersuchten Anbieter Nutzerdaten standardmäßig zur Verbesserung ihrer Modelle verwenden und einige diese Daten sogar unbegrenzt speichern. Dies birgt erhebliche Risiken, da persönliche Informationen in die Trainingsdaten der Modelle einfließen und somit außerhalb der Kontrolle der Nutzer geraten können.
Besonders kritisch ist die Weitergabe von persönlich identifizierbaren Informationen (PII) wie vollständiger Name, Adresse oder Sozialversicherungsnummer. Diese Daten könnten im schlimmsten Fall zu Identitätsdiebstahl oder Phishing-Angriffen führen. Auch intime Details aus dem persönlichen Leben oder medizinische Informationen sollten nicht leichtfertig mit KI-Chatbots geteilt werden, da diese nicht den gleichen Datenschutzbestimmungen unterliegen wie medizinische Fachkräfte.
Für Unternehmen ist es ebenfalls wichtig, vorsichtig zu sein. Die Eingabe von vertraulichen Geschäftsinformationen oder Quellcodes in KI-Chatbots kann zu Sicherheitsverletzungen führen, da viele dieser Plattformen auf gemeinsamer Infrastruktur betrieben werden. Experten raten dazu, KI-Interaktionen als semi-öffentliche Räume zu betrachten und die Preisgabe von Informationen auf das Nötigste zu beschränken. Nutzer sollten zudem die Datenschutzeinstellungen der Chatbots anpassen, um das Risiko zu minimieren.
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