MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der Welt der .NET-Entwicklung gibt es eine Vielzahl von GUI-Frameworks, die Entwicklern zur Verfügung stehen. Windows Forms, eines der ältesten und bekanntesten Frameworks, erlebt derzeit eine Renaissance, obwohl es oft als veraltet angesehen wurde.

Windows Forms, oft als WinForms abgekürzt, ist seit seiner Einführung im Jahr 2002 ein fester Bestandteil der .NET-Entwicklung. Trotz der Einführung modernerer Alternativen wie der Windows Presentation Foundation (WPF) hat Windows Forms seinen Platz in der Entwicklergemeinschaft behauptet. Dies liegt vor allem an seiner Einfachheit und der umfassenden Unterstützung durch die Entwicklungsumgebung Visual Studio.
Die jüngsten Entwicklungen im .NET-Ökosystem haben Windows Forms neues Leben eingehaucht. Mit der Einführung von .NET Core 3.0 im Jahr 2019 wurde Windows Forms auch für das moderne .NET verfügbar gemacht, was es Entwicklern ermöglicht, bestehende Anwendungen mit minimalem Aufwand zu migrieren. Diese Kompatibilität mit modernen .NET-Versionen hat dazu beigetragen, dass Windows Forms weiterhin eine relevante Option für die Entwicklung von Desktop-Anwendungen bleibt.
Ein wesentlicher Vorteil von Windows Forms ist der leistungsstarke WYSIWYG-Designer in Visual Studio, der es Entwicklern ermöglicht, Benutzeroberflächen visuell zu gestalten. Obwohl der Designer keinen Markup-Code generiert, sondern direkt in C# oder Visual Basic .NET schreibt, bietet er eine intuitive Möglichkeit, komplexe Benutzeroberflächen zu erstellen. Dies ist besonders nützlich für Entwickler, die eine schnelle und effiziente Entwicklung bevorzugen.
Die Anpassung von Windows Forms an moderne Designanforderungen kann jedoch herausfordernd sein. Während die Basissteuerelemente von Microsoft bereitgestellt werden, müssen Entwickler für fortgeschrittene Steuerelemente auf Drittanbieter wie DevExpress oder Telerik zurückgreifen. Diese Anbieter bieten eine Vielzahl von Steuerelementen mit modernem Look & Feel, die die Anpassbarkeit und Funktionalität von Windows Forms erheblich erweitern.
Ein weiterer interessanter Aspekt von Windows Forms ist seine plattformübergreifende Implementierung durch das Mono-Projekt. Obwohl die offizielle Unterstützung von Microsoft nur für Windows besteht, ermöglicht Mono die Ausführung von Windows Forms-Anwendungen auf anderen Plattformen wie macOS und Linux. Dies erweitert die Einsatzmöglichkeiten von Windows Forms erheblich, insbesondere für Entwickler, die plattformübergreifende Anwendungen erstellen möchten.
Insgesamt zeigt die Entwicklung von Windows Forms, dass auch ältere Technologien in der modernen Softwareentwicklung relevant bleiben können. Durch kontinuierliche Verbesserungen und die Unterstützung durch die Entwicklergemeinschaft bleibt Windows Forms eine attraktive Option für die Entwicklung von Desktop-Anwendungen, insbesondere für Teams, die bereits mit diesem Framework vertraut sind.

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