ST. LOUIS / LONDON (IT BOLTWISE) – Das Biotech-Unternehmen Wugen hat in einer neuen Finanzierungsrunde 115 Millionen US-Dollar erhalten, um seine innovative CAR-T-Therapie weiterzuentwickeln. Diese Therapie könnte einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung von T-Zell-Malignomen darstellen.

Das in St. Louis ansässige Biotech-Unternehmen Wugen hat kürzlich eine beeindruckende Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei der 115 Millionen US-Dollar gesammelt wurden. Diese Mittel sollen in die Weiterentwicklung einer innovativen CAR-T-Therapie fließen, die als ‘off-the-shelf’ Lösung konzipiert ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen CAR-T-Behandlungen, die auf den Zellen des Patienten basieren, nutzt Wugens Ansatz Spenderzellen, was eine breitere Anwendbarkeit ermöglicht.
Die Finanzierung wurde von Fidelity Management & Research angeführt, mit Beteiligung von Investoren wie RiverVest Venture Partners, Lightchain Capital, Abingworth und Tybourne Capital Management. Bereits vor vier Jahren hatte Wugen in einer von Abingworth und Tybourne geleiteten Serie-B-Finanzierung 172 Millionen US-Dollar erhalten. Diese erneute Unterstützung zeigt das Vertrauen der Investoren in die potenziellen Durchbrüche, die Wugen mit seiner Technologie erzielen könnte.
Wugen plant, die Mittel zur Weiterentwicklung von WU-CART-007 einzusetzen, einer Therapie, die speziell für die Behandlung von rezidivierter oder refraktärer T-Zell-akuter lymphoblastischer Leukämie und T-Zell-lymphoblastischem Lymphom entwickelt wurde. Sollte die laufende entscheidende Studie erfolgreich verlaufen, plant das Unternehmen, 2027 einen Zulassungsantrag zu stellen.
Die Idee einer ‘off-the-shelf’ CAR-T-Therapie hat nicht nur Investoren, sondern auch große Pharmaunternehmen angezogen. So hat Roche im vergangenen Jahr etwa eine Milliarde US-Dollar für den Kauf von Poseida Therapeutics ausgegeben, einem Unternehmen, das sich auf allogene Zelltherapien spezialisiert hat. Wugens Therapie hat in einer Phase-1/2-Studie vielversprechende Ergebnisse gezeigt, mit einer Gesamtansprechrate von 91% und einer vollständigen Remissionsrate von 73% bei Patienten, die bereits andere Therapien ausprobiert hatten.
Während Wugen mit seiner ‘off-the-shelf’ Lösung eine bequemere Alternative zu herkömmlichen CAR-T-Therapien bietet, konzentrieren sich andere Unternehmen auf die Möglichkeit, Patienten Therapien zu geben, die Zellen im Körper anstatt im Labor umprogrammieren. In den letzten sechs Monaten gab es eine Flut von Investitionen in diese ‘in vivo’ Technologie, mit Beteiligung von Unternehmen wie AstraZeneca, AbbVie und Gilead. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Zelltherapie nicht nur in der Onkologie, sondern auch bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen ein großes Potenzial hat.

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