HONOLULU / LONDON (IT BOLTWISE) – Zwei zivile Arbeiter wurden angeklagt, weil sie die US-Marine dazu veranlassten, falsche Informationen über einen Treibstoffaustritt in Pearl Harbor an die Gesundheitsbehörden von Hawaii weiterzugeben. Der Vorfall führte dazu, dass 6.000 Menschen erkrankten und die Schließung der alternden Treibstofftanks beschlossen wurde.

Im Jahr 2021 ereignete sich ein schwerwiegender Vorfall in Pearl Harbor, der die Gesundheit von Tausenden von Menschen gefährdete. Zwei zivile Arbeiter, John Floyd und Nelson Wu, wurden nun von einer Grand Jury angeklagt, weil sie die US-Marine dazu veranlassten, der Gesundheitsbehörde von Hawaii falsche Informationen über einen Treibstoffaustritt zu übermitteln. Dieser Vorfall führte dazu, dass 6.000 Menschen erkrankten, nachdem das verschüttete Kerosin in das Trinkwasser gelangt war.
Die Anklage gegen Floyd und Wu ist die erste, die aus dem Treibstoffleck resultiert, das nicht nur die Bewohner von Hawaii, sondern auch Gesetzgeber und Militärangehörige empörte. Der Vorfall führte letztlich zur Entscheidung, die alternden Treibstofftanks aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu schließen. Eine Untersuchung der Marine im Jahr 2022 ergab, dass mangelhafte Verwaltung und menschliches Versagen die Ursache für das Leck im Red Hill Bulk Fuel Storage Facility waren.
Die Anklage wirft Floyd und Wu vor, der Marine ungenaue Informationen über einen Vorfall im Mai 2021 gegeben zu haben, der sechs Monate vor dem Eindringen des Treibstoffs in das Trinkwasser stattfand. Sie sollen die Marine dazu gebracht haben, der Gesundheitsbehörde von Hawaii mitzuteilen, dass 1.618 Gallonen (6.125 Liter) statt der tatsächlichen 20.000 Gallonen (75.700 Liter) ausgetreten seien. Zudem hätten sie Daten aus den übermittelten Unterlagen geschwärzt.
Wayne Tanaka, Direktor des Sierra Club of Hawaii, betonte, dass die Verantwortung über die Handlungen der beiden Zivilisten hinausgeht. Die Untersuchung der Marine habe gezeigt, dass den Verantwortlichen bekannt war, dass etwa 20.000 Gallonen unauffindbar waren, und dennoch wurde die Gemeinschaft nicht informiert. Der Vorfall verdeutlicht die Notwendigkeit einer besseren Verwaltung und Transparenz bei der Handhabung kritischer Infrastrukturen.

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