MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) in Deutschland steht vor Herausforderungen, da Praxisärzte in Bayern, Hamburg und Nordrhein-Westfalen eine Verlängerung der Pilotphase fordern. Nach fünf Wochen der Erprobung zeigt sich das System noch nicht voll funktionsfähig, was Bedenken hinsichtlich der Qualitäts- und Sicherheitsstandards aufwirft.

Die elektronische Patientenakte (ePA) soll als digitaler Speicher für Gesundheitsdaten dienen, der Befunde und Medikamentenangaben umfasst und über Apps auf dem Smartphone abrufbar ist. Doch die Einführung dieser Technologie in Deutschland verläuft nicht reibungslos. In den Modellregionen Bayern, Hamburg und Nordrhein-Westfalen drängen Praxisärzte auf eine Verlängerung der Pilotphase, da das System nach fünf Wochen noch nicht die erwartete Funktionsfähigkeit erreicht hat.
Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben sich an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gewandt, um den Zeitplan für den Roll-out zu überdenken. Sie warnen davor, dass ein zu früher Start die Qualitäts- und Sicherheitsstandards der ePA gefährden könnte. Diese Bedenken werden durch die Rückmeldungen aus den Praxen gestützt, die auf technische Schwierigkeiten hinweisen.
Seit Mitte Januar haben 70 Millionen gesetzlich Versicherte in Deutschland die Möglichkeit, eine ePA über ihre Krankenkassen zu erhalten. Derzeit wird das System in drei ausgewählten Regionen unter praxisnahen Bedingungen getestet. Rund 300 Arztpraxen, Apotheken und Kliniken setzen die Akte im Alltag ein, um Erfahrungswerte zu sammeln, die klären sollen, ob im April der Startschuss für eine bundesweite Einführung gegeben werden kann.
Das Gesundheitsministerium betont, dass die Pilotregionen dazu dienen, Probleme frühzeitig zu identifizieren und technische Verbesserungen vorzunehmen. Dennoch zeigen die Rückmeldungen aus den Praxen weiterhin auf definitive Schwierigkeiten. In Westfalen-Lippe stößt ein Drittel der Praxen an technische Grenzen, was die flächendeckende Testbarkeit der ePA einschränkt.
Gematik, die Digitalagentur im Gesundheitswesen, plant, bis Mitte März eine Zwischenbilanz zu ziehen. Eine positive Bewertung ist Voraussetzung für einen Start ab April. Dennoch mahnen die Kassenärztlichen Vereinigungen zur Vorsicht und warnen davor, dass nicht alle technischen Probleme in dieser kurzen Zeit gelöst werden können.
Der Druck auf die Praxen und die Enttäuschung der Patienten könnten zunehmen, sollte die Einführung überstürzt erfolgen. Die elektronische Patientenakte ist als lebenslanger digitaler Speicher für Gesundheitsdaten gedacht, der unter anderem Befunde und Medikamentenangaben enthält und über Apps auf dem Smartphone abrufbar ist.

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