TOKIO / LONDON (IT BOLTWISE) – Zwei der größten japanischen Medienhäuser, Nikkei und Asahi Shimbun, haben rechtliche Schritte gegen die KI-Suchmaschine Perplexity eingeleitet. Sie werfen dem Unternehmen vor, Inhalte ohne Genehmigung genutzt zu haben, was die Glaubwürdigkeit des Journalismus gefährdet. Die Klage könnte weitreichende Folgen für die Nutzung von KI im Medienbereich haben.

In einer bedeutenden rechtlichen Auseinandersetzung haben die renommierten japanischen Medienhäuser Nikkei und Asahi Shimbun Klage gegen die KI-Suchmaschine Perplexity eingereicht. Die Klage, die in Tokio anhängig ist, wirft dem Unternehmen vor, Inhalte von den Servern der Zeitungen ohne Genehmigung kopiert und gespeichert zu haben. Diese Praxis, so die Kläger, bedrohe die Integrität und Glaubwürdigkeit des Journalismus.
Die Medienhäuser fordern jeweils 2,2 Milliarden Yen, was etwa 15 Millionen Dollar entspricht, als Schadenersatz sowie die Löschung der betroffenen Artikel. Sie argumentieren, dass Perplexity durch die Erstellung von Antworten, die fälschlicherweise den Zeitungen zugeschrieben wurden, die Reputation der Redaktionen untergraben habe. Nikkei bezeichnet das Vorgehen von Perplexity als groß angelegtes Trittbrettfahren auf journalistischer Arbeit.
Diese Klage reiht sich in eine wachsende Zahl internationaler Rechtsstreitigkeiten ein, bei denen Medienunternehmen gegen KI-Firmen vorgehen. Auch andere große Medienhäuser wie Yomiuri, die New York Times und Condé Nast haben bereits rechtliche Schritte gegen Perplexity eingeleitet. Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, die sich durch die Nutzung von KI im Bereich des Urheberrechts ergeben.
Perplexity hat auf die Vorwürfe reagiert und verweist auf bestehende Revenue-Sharing-Modelle mit ausgewählten Partnern wie Time und Fortune. Diese Vereinbarungen sehen Zahlungen vor, wenn Artikel als Quellen in den Antworten erscheinen. Dennoch stützen sich die Einnahmen des Start-ups primär auf Abonnements, wobei die meisten der über 30 Millionen Nutzer aus den USA stammen.
Rechtsexperten sehen in den japanischen Verfahren potenzielle Präzedenzfälle, die den Rahmen für zukünftige Lizenzmodelle setzen könnten. Japans Urheberrecht bietet zwar in Teilen Spielraum für KI-Training, doch gibt es klare Einschränkungen. Die Ergebnisse dieser Klagen könnten nicht nur für japanische Medien von Bedeutung sein, sondern auch international Beachtung finden.

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