SINGAPUR / PEKING / LONDON (IT BOLTWISE) – Chinas Sojabohnenimporteure erhöhen ihre Käufe aus Argentinien und Uruguay, um die Lücke zu füllen, die durch den Mangel an US-Lieferungen entstanden ist. Diese Verschiebung erfolgt vor dem Hintergrund des anhaltenden Handelskriegs zwischen Washington und Peking. Experten gehen davon aus, dass die Importe aus den beiden südamerikanischen Ländern im Wirtschaftsjahr 2025/26 bis zu 10 Millionen Tonnen erreichen könnten.

China hat seine Sojabohnenimporte aus Argentinien und Uruguay erheblich gesteigert, um die Versorgungslücke zu schließen, die durch den Rückgang der US-Lieferungen infolge des Handelskriegs entstanden ist. Diese Entwicklung könnte dazu führen, dass China im Wirtschaftsjahr 2025/26 bis zu 10 Millionen Tonnen Sojabohnen aus den beiden südamerikanischen Ländern importiert, was einen neuen Rekord darstellen würde. Diese Strategie ist Teil von Chinas Bemühungen, seine Abhängigkeit von US-amerikanischen Agrarprodukten zu verringern und seine Lebensmittelsicherheit zu stärken.
Bereits jetzt haben chinesische Importeure 2,43 Millionen Tonnen Sojabohnen aus Argentinien und Uruguay für den Versand von September bis Mai nächsten Jahres gebucht. Diese verstärkten Importe aus Lateinamerika ergänzen die großen Mengen, die China bereits aus Brasilien bezieht, und stellen eine weitere Herausforderung für US-Exporteure dar. Der Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hat zu gegenseitigen Importzöllen geführt, die insbesondere landwirtschaftliche Güter wie Sojabohnen stark beeinträchtigt haben.
Die Entscheidung Chinas, seine Sojabohnenimporte aus Argentinien und Uruguay zu erhöhen, ist auch auf die rekordverdächtigen Ernten in diesen Ländern zurückzuführen. Laut Daten des US-Landwirtschaftsministeriums betrug die Sojabohnenernte in Argentinien im Jahr 2024/25 50,9 Millionen Tonnen, während Uruguay 4,2 Millionen Tonnen produzierte. Diese Ernten bieten China eine willkommene Alternative zu den US-Lieferungen, die in der Vergangenheit einen erheblichen Anteil an Chinas Agrarimporten ausmachten.
Mit der Verlagerung seiner Importe nach Südamerika verfolgt China eine langfristige Strategie, um seine Abhängigkeit von US-amerikanischen Agrarprodukten zu verringern. Diese Entwicklung könnte weitreichende Auswirkungen auf den globalen Agrarmarkt haben, da China als größter Sojabohnenimporteur der Welt eine entscheidende Rolle spielt. Experten erwarten, dass diese Strategie auch in Zukunft fortgesetzt wird, um Chinas Lebensmittelsicherheit weiter zu stärken und die Auswirkungen des Handelskriegs zu mildern.
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