LONDON (IT BOLTWISE) – Nach anhaltenden Spannungen zwischen dem Bcachefs-Entwickler Kent Overstreet und Linus Torvalds bleibt das Dateisystem im Linux-Kernel, jedoch ohne weitere Entwicklung. Diese Entscheidung soll störungsfreie Updates ermöglichen, solange Nutzer nicht auf externen Code zurückgreifen.

In der Welt der Linux-Entwicklung sorgt das Dateisystem Bcachefs für Aufsehen. Nach wiederholten Auseinandersetzungen zwischen dem Entwickler Kent Overstreet und dem Linux-Schöpfer Linus Torvalds bleibt Bcachefs im Kernel, wird jedoch nicht weiterentwickelt. Diese Entscheidung ist ein Novum und wirft Fragen über die Zukunft des Dateisystems auf. Torvalds hat den Bcachefs-Code als ‘extern gewartet’ deklariert, was bedeutet, dass er nicht mehr aktiv im Linux-Kernel gepflegt wird.
Die Kennzeichnung als ‘extern gewartet’ ist ein neuer Ansatz, der es ermöglicht, dass bestehende Nutzer von Bcachefs weiterhin störungsfrei auf neuere Kernel-Versionen aktualisieren können. Dies ist besonders wichtig, da eine Regression, also eine Verschlechterung der Funktionalität, in der Linux-Entwicklung strikt vermieden werden soll. Der Code bleibt auf dem Stand von Linux 6.16, da Torvalds die von Overstreet eingereichten Änderungen für die Version 6.17 nicht integriert hat.
Die Entscheidung, Bcachefs im Kernel zu belassen, aber nicht weiterzuentwickeln, hat weitreichende Auswirkungen auf die Linux-Community. Große Distributionen wie Debian, Fedora oder openSUSE werden wahrscheinlich den im Kernel enthaltenen Bcachefs-Code weiterhin nutzen oder ihn komplett deaktivieren. Die Integration von Overstreets neueren Codeversionen wird als unwahrscheinlich angesehen, da dies die Wartung erheblich verkomplizieren würde.
Die Spannungen zwischen Overstreet und Torvalds entstanden unter anderem, weil Overstreet während der Stabilisierungsphase neuer Kernel-Versionen größere Änderungen einreichte, die aus Torvalds Sicht riskant waren. Diese sollten bis zur Entwicklung der nächsten Version warten. Diese Vorgehensweise ist in der Linux-Entwicklung üblich und wird von hunderten Entwicklern weltweit praktiziert. Die Auseinandersetzungen mit anderen Entwicklern und die fehlende Absprache bei Codeänderungen haben die Situation weiter verschärft.
Die Zukunft von Bcachefs bleibt ungewiss. Es besteht die Möglichkeit, dass jemand anderes den neueren Bcachefs-Code von Overstreet übernimmt und zur Integration in den Linux-Kernel einreicht. Dies wäre jedoch eine herausfordernde Aufgabe, da die Person schnell zwischen die Fronten geraten könnte. Die Auswirkungen dieser Entscheidung auf die Linux-Welt und die Nutzer von Bcachefs werden sich erst in der Zukunft zeigen.

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