KAIRO / LONDON (IT BOLTWISE) – In Ägypten werden die Maßnahmen gegen Inhalte in sozialen Netzwerken wie YouTube und TikTok verschärft. Ein Gericht verurteilte einen YouTube-Nutzer zu sechs Monaten Haft wegen angeblicher Diffamierung von Religionen. Diese Entwicklung ist Teil einer breiteren Kampagne der ägyptischen Regierung, die vor allem junge Frauen ins Visier nimmt und auf die Aufrechterhaltung sozialer Normen abzielt.

In Ägypten hat ein Gericht einen YouTube-Nutzer zu sechs Monaten Haft verurteilt, nachdem er angeblich Religionen diffamiert hatte. Der Fall von Hischam al-Masri, der auf YouTube rund 150.000 Abonnenten hat, ist Teil einer umfassenderen Kampagne der ägyptischen Regierung gegen Inhalte in sozialen Netzwerken. Diese Maßnahmen richten sich insbesondere gegen Plattformen wie TikTok und YouTube, die von der Regierung als Bedrohung für die sozialen Normen des Landes angesehen werden.
Die ägyptischen Sicherheitsbehörden haben in den letzten Wochen ihre Bemühungen verstärkt, gegen Inhalte in sozialen Medien vorzugehen. Mindestens acht TikTok-Nutzer wurden kürzlich wegen angeblicher Sittenverstöße festgenommen. Die Vorwürfe reichen von obszöner Sprache bis hin zu Verstößen gegen Familienwerte und sogar Geldwäsche. Diese aggressive Kampagne zielt vor allem auf junge Frauen ab, die durch ihre Online-Präsenz an Bekanntheit und finanziellem Erfolg gewonnen haben.
Die Menschenrechtsorganisation EIPR hat in den letzten fünf Jahren ähnliche Vorwürfe gegen etwa 150 Personen in mindestens 109 Fällen dokumentiert. Die Organisation spricht von einer gezielten Kampagne, die vor allem junge Frauen aus einfachen Verhältnissen trifft. Diese Frauen nutzen soziale Medien, um sich Gehör zu verschaffen und finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen, was sie zu einem Ziel für die Behörden macht.
Die ägyptische Regierung rechtfertigt diese Maßnahmen als notwendig, um die sozialen Normen im Land zu bewahren. Laut der staatlichen Nachrichtenseite Al-Ahram gibt es breite öffentliche Unterstützung für diese Festnahmen. Seit dem Militärputsch 2013, der Präsident Abdel Fattah al-Sisi an die Macht brachte, sind Grundrechte wie Rede- und Versammlungsfreiheit stark eingeschränkt. Die Überwachung von Inhalten in sozialen Medien und Handy-Apps ist streng, wie die US-Organisation Freedom House berichtet.

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