LAHORE / LONDON (IT BOLTWISE) – Inmitten der modernen Hektik von Lahore hält das traditionelle Kushti-Ringen in der Walled City stand. Trotz fehlender Unterstützung und schwindender Anerkennung kämpfen die Ringer weiter, um die Ehre und Disziplin dieser alten Sportart zu bewahren.

In der Walled City von Lahore, einem Ort, der von der modernen Welt fast vergessen scheint, lebt die Tradition des Kushti-Ringens weiter. Diese alte Sportart, die tief in der Kultur Pakistans verwurzelt ist, wird in den Akhaarras, den traditionellen Ringgruben, praktiziert. Hier gibt es keine modernen Annehmlichkeiten wie Klimaanlagen oder Spiegel, sondern nur die rohe Kraft und Disziplin der Ringer, die sich im Staub der Erde messen.
Das Kushti-Ringen ist mehr als nur ein Sport; es ist eine Lebensweise, die Disziplin, Brüderlichkeit und einen Ehrenkodex verkörpert. Die Ringer beginnen ihren Tag vor Sonnenaufgang, reiben sich die Erde in die Haut und treten gegen ihre Brüder an. Der Sieg wird durch das Niederhalten des Gegners errungen, doch der wahre Gewinn liegt in der Ehre und dem Respekt, den man sich erarbeitet.
Doch außerhalb der Mauern dieser Akhaarras verliert Kushti an Boden. Moderne Sportarten wie Kabaddi ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich, während Kushti in der Stille der Tradition verharrt. Salman Arif, ein herausragender Ringer, der Pakistan auf internationalen Bühnen vertritt, kehrt immer wieder zu den Wurzeln des Kushti zurück. Für ihn ist der Akhaarra nicht nur ein Ort des Trainings, sondern der Seele.
Die Herausforderungen für die jungen Ringer sind groß. Ohne staatliche Unterstützung und Sponsoren kämpfen sie um das Überleben ihrer Tradition. Die Kosten für die traditionelle Ernährung aus Milch, Mandeln und Fleisch sind hoch, und die Gelegenheiten, sich in Wettkämpfen zu messen, sind rar. Dennoch bleiben sie, denn in der Erde des Rings sind sie Teil von etwas Größerem als sie selbst.
Die Zukunft des Kushti hängt von der Unterstützung der Gemeinschaft und der Anerkennung seiner kulturellen Bedeutung ab. Ohne gezielte Anstrengungen droht diese wertvolle Tradition zu verschwinden. Doch solange es junge Männer gibt, die in den Akhaarra treten, und Ustads, die ihr Wissen weitergeben, wird Kushti weiterleben, ein stiller Kampf gegen die Zeit.

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