PEKING / LONDON (IT BOLTWISE) – Chinas Technologieriese Alibaba hat einen neuen KI-Chip entwickelt, um die Abhängigkeit von US-amerikanischen Prozessoren zu verringern. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund der zunehmenden Exportbeschränkungen der USA, die den Zugang zu modernen Prozessoren erschweren. Der neue Chip wird vollständig in China produziert und soll eine breite Palette von KI-Anwendungen unterstützen.

In einem bemerkenswerten Schritt zur Stärkung der technologischen Unabhängigkeit hat Alibaba, Chinas führender Cloud-Anbieter, einen neuen KI-Chip entwickelt, der vollständig in China gefertigt wird. Diese Entwicklung ist eine direkte Reaktion auf die Exportbeschränkungen der USA, die den Zugang zu modernen Prozessoren wie denen von NVIDIA erheblich einschränken. Der neue Chip von Alibaba soll eine Vielzahl von KI-Anwendungen unterstützen und die Abhängigkeit von westlichen Technologien verringern.
Die chinesische Regierung unterstützt diese Bemühungen mit massiven Investitionen, um im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft in der Künstlichen Intelligenz aufzuholen. Während Alibaba bisher einer der wichtigsten Kunden von NVIDIA war, zwingt die aktuelle geopolitische Lage das Unternehmen dazu, eigene Lösungen zu entwickeln. Dies ist besonders wichtig, da bestimmte NVIDIA-Chips, die seit Juli wieder nach China verkauft werden dürfen, von den chinesischen Behörden aufgrund von Sicherheitsbedenken eingeschränkt wurden.
Ein weiteres Beispiel für die Bemühungen Chinas, die technologische Lücke zu schließen, ist das Shanghaier Startup MetaX, das einen Chip entwickelt hat, der das NVIDIA H20-Modell ersetzen soll. Obwohl dieser Chip mehr Speicherleistung bietet, verbraucht er auch mehr Energie. Die Massenproduktion ist bereits in Vorbereitung, was die Entschlossenheit Chinas unterstreicht, in der Chipentwicklung unabhängig zu werden.
Die Produktion des neuen Alibaba-Chips erfolgt vollständig in China, im Gegensatz zu früheren Modellen, die noch bei TSMC in Taiwan hergestellt wurden. Trotz dieser Fortschritte stehen chinesische Fabriken vor der Herausforderung, mit der modernsten Fertigungstechnologie aus den USA oder Taiwan mitzuhalten. Daher greifen Unternehmen auf ältere Verfahren zurück oder kombinieren mehrere Chips, um die fehlende Rechenleistung auszugleichen.
Während China bei der Entwicklung von Chips für Inference-Aufgaben, also der Nutzung bereits trainierter Modelle, Fortschritte macht, bleibt das Training großer KI-Systeme eine Herausforderung. Ingenieure berichten von Überhitzungen und Ausfällen bei langen Rechenprozessen mit inländischen Prozessoren. Dennoch wächst der Optimismus, dass Software-Innovationen und verbesserte Chip-Designs es China ermöglichen könnten, die technologische Lücke zu den USA schneller zu schließen als bislang erwartet.


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