SEATTLE (IT BOLTWISE) – Amazon erweitert seinen Zahlungsdienst erstmals um mobile Peer-to-Peer-Zahlungen: Künftig können sich Amazon-Kunden in Indien untereinander Geld überweisen. Dabei will der Handelsriese auch die Belieferung der Millionen von indischen Nachbarschaftsläden vereinfachen.

Nach einer zweijährigen Testphase hat Amazon Indien den Start des Peer-to-Peer-Zahlungsverkehrs angekündigt. Als zentrale Plattform dient dabei „UPI for Android“ (Unified Payments Interface) – ein bankenübergreifendes indisches Zahlungssystem. Kunden von Amazon können über Amazon Pay Rechnungen für ihre Kontakte begleichen sowie Geld verleihen und zurückzahlen. Die App ermöglicht die Bezahlung von Waren bei Lieferfahrern von Amazon, die dafür den UPI-Code einscannen. Ebenso lässt sich Amazon Pay bei unabhängigen lokalen Läden nutzen.

Wenn der Amazon-Kunde einen Kontakt anwählt, prüft die App automatisch, ob die Zielperson ebenfalls bei Amazon Pay UPI registriert ist. Wenn ja, ist die Überweisung sofort möglich. Andernfalls bietet die App einen alternativer Zahlungsweg an.

Das Zahlungssystems könnte Amazon auch bei einer anderen neuen Offensive unterstützen. Das Unternehmen hat kürzlich ein Programm gestartet, um die etwa zwölf Millionen indischen Nachbarschaftsgeschäfte („Kirana Stores“) mit Waren zu beliefern. Damit macht es dem indischen Konzern „Reliance Industries Limited“ Konkurrenz. In diesem bisher Cash-basierten Geschäft will Amazon bargeldlosen Zahlungsverkehr und andere Services einführen.

Amazon drängt mit seinem Zahlungssystem in den indischen Markt.
Amazon drängt mit seinem Zahlungssystem in den indischen Markt. (Bild: Pexel)




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