BEIJING (IT BOLTWISE) – Das chinesische Start-up hat gerade in einer neuen Finanzierungsrunde 600 Millionen Dollar erhalten. Vor allem für das autonome Fahren soll das junge Unternehmen die Abhängigkeit der chinesischen Industrie von US-Technik reduzieren.

Die gegenwärtige Serie-B-Finanzierungsrunde der 2015 gegründeten Horizon Robotics wird angeführt vom koreanischen Mischkonzern SK Group. Zu den anderen Investoren zählen mehrere chinesische Unternehmen, darunter nicht namentlich genannte einheimische Automobilhersteller. Deren Interesse ist leicht erklärbar: Horizon Robotics legt den Schwerpunkt auf künstliche Intelligenz für autonomes Fahren und Kameras.

Durch die neue Finanzierung steigt die Bewertung des Start-ups laut eigener Einschätzung auf drei Mrd. Dollar. Die Investoren sollen eine Beschleunigung der Entwicklungsarbeit und der Kommerzialisierung anstreben. Ein Entwicklungsschwerpunkt liegt im Edge Computing , also der dezentralen Vorverarbeitung der Daten für kurze Latenzen mit Auswertung großer Datenmengen in der Cloud.

Nach Erklärung einer Sprecherin erwartet Horizon einen Durchbruch bei Prozessoren für Autos in den nächsten Jahren. Der Gründer und CEO Yu Kai leitete zuvor den Unternehmensbereich für „Deep Learning“ bei Baidu, Chinas führender Suchmaschine. Mit der Strategie „Made in 2025“ will China den Halbleitersektor fördern und unabhängiger von ausländischen Chipherstellern werden. Im Umfeld dieser Strategie wurden mehrere Unternehmen gegründet, darunter Horizon Robotics.

Halbleiter für neuronale Netze sollen zukünftige autonome Autos steuern.
Halbleiter für neuronale Netze sollen zukünftige autonome Autos steuern. (Bild: Horizon)




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