BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – DB Cargo steht vor einer umfassenden Umstrukturierung, die die Schließung mehrerer Werkstätten und den Verlust von Arbeitsplätzen zur Folge hat. Die EU drängt auf Profitabilität, während die Gewerkschaft Widerstand ankündigt. Die Maßnahmen sollen die Effizienz steigern, doch die Belegschaft sieht sich vor großen Herausforderungen.

DB Cargo, die Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn, steht vor einer radikalen Umstrukturierung, die erhebliche Auswirkungen auf die Belegschaft und die Standorte haben wird. Die geplante Schließung von zehn Außenstellen und eines Hauptstandorts in Mainz-Bischofsheim wird rund 170 Arbeitsplätze kosten. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Sanierungsplans, der von der EU-Kommission gefordert wird, um die milliardenschweren Staatshilfen zu rechtfertigen.
Die EU hat klare Vorgaben gemacht: Ab 2026 muss DB Cargo schwarze Zahlen schreiben, sonst droht die Rückforderung der Hilfen. Vor diesem Hintergrund sieht sich die Geschäftsführung gezwungen, drastische Maßnahmen zu ergreifen. Die Strategie sieht vor, die Anzahl der Standorte zu reduzieren und sich auf spezialisierte Aufgaben zu konzentrieren. In den verbleibenden Werkstätten in Halle, Oberhausen und Seelze wird künftig nur noch an Lokomotiven gearbeitet, während die Wagen-Instandhaltung entfällt.
Die Gewerkschaft EVG kritisiert diesen Kurs scharf und wirft der Unternehmensführung Konzeptlosigkeit vor. Vizechefin Cosima Ingenschay bezeichnet die Maßnahmen als Flickschusterei und kündigt massiven Widerstand an. Ein Arbeitskampf könnte die ohnehin angespannte Lage bei DB Cargo weiter verschärfen, zumal das Unternehmen bereits Marktanteile im europäischen Güterverkehr verloren hat.
Die geplanten Schließungen betreffen vor allem Standorte ohne strategisches Gewicht. Während Werke in Köln, Mannheim und Nürnberg erhalten bleiben, müssen Außenstellen in Hamburg-Billwerder, Osnabrück und Magdeburg schließen. Für die betroffenen Regionen bedeutet dies einen erheblichen wirtschaftlichen Verlust. DB Cargo steht damit exemplarisch für die strukturellen Probleme der Bahn, die über Jahre hinweg politisch gefördert, aber nie konsequent modernisiert wurde.

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