BRÜSSEL / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Europäische Union hat einen bedeutenden Schritt zur Senkung der Zölle auf US-Produkte unternommen. Dies könnte die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Wirtschaftsriesen erheblich beeinflussen. Die EU-Kommission hat den Gesetzgebungsprozess für Einfuhrerleichterungen gestartet, die insbesondere Autoimporte betreffen.

Die Europäische Union hat kürzlich die Weichen für eine rückwirkende Senkung der Zölle auf Autoimporte aus den USA gestellt. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Plans, der darauf abzielt, Handelsbarrieren zwischen den beiden Wirtschaftsmächten abzubauen. Die EU-Kommission in Brüssel hat den Gesetzgebungsprozess für Einfuhrerleichterungen zugunsten bestimmter US-Produkte eingeleitet, was eine vollständige Abschaffung der Zölle auf US-Industriegüter vorsieht.
Besonders bemerkenswert ist die geplante Verlängerung der Zollbefreiung für Hummer aus den USA. Diese Entscheidung spiegelt das beiderseitige Interesse wider, die Handelsbeziehungen zu stärken und die vollständige Umsetzung der getroffenen Abkommen sicherzustellen. Laut EU-Handelskommissar Maros Sefcovic ist es entscheidend, dass beide Seiten ihre Verpflichtungen einhalten, um die wirtschaftlichen Vorteile voll auszuschöpfen.
Die Zugeständnisse der EU könnten die Belastungen für US-Einfuhren um etwa fünf Milliarden Euro verringern. Dies entspricht den geschätzten Zöllen, die ansonsten auf Importe von Industriegütern in die EU erhoben worden wären. Die geplanten Null-Prozent-Zölle sollen für alle Industrieprodukte gelten, darunter Maschinen, Autos und Autoteile, Holz, Papier und Pappe, Keramik oder Leder.
Darüber hinaus plant die EU, für bestimmte Meeresfrüchte und nicht sensible Agrarprodukte wie Nüsse, Milchprodukte, Obst und Gemüse oder Schweinefleisch Zollkontingente einzuführen. Diese Kontingente würden es ermöglichen, den Zollsatz für bestimmte Mengen auf null Prozent zu senken. Produkte, die über dieses Kontingent hinaus exportiert werden, unterliegen weiterhin den üblichen Zöllen.
Die Präsidentin des Automobilverbands VDA, Hildegard Müller, zeigte sich zufrieden mit dem Vorstoß der EU-Kommission. Sie betonte, dass es wichtig sei, dass die USA nun ebenfalls zügig handeln, um die Handelsvereinbarungen vollständig umzusetzen. Die EU und die USA hatten kürzlich eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, die auf den in Schottland getroffenen Handelsvereinbarungen basiert. Diese sieht vor, dass die USA ihre Autozölle rückwirkend senken, sobald die EU den Gesetzgebungsprozess für Einfuhrerleichterungen einleitet.
Bevor die Zollsenkungen der EU in Kraft treten können, müssen das Europäische Parlament und der Rat die Vorschläge im Rahmen des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens genehmigen. Diese Entwicklungen könnten weitreichende Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA haben und möglicherweise auch andere Handelsabkommen beeinflussen.

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